Streifzüge, Heft 1/1999

Medieninhaber: Kritischer Kreis — Verein für gesellschaftliche Transformationskunde. Der Medieninhaber ist zu 100% Eigentümer der Streifzüge und an keinem anderen Medienunternehmen beteiligt.
Herausgeberin: Context — Initiative für freie Studien und brauchbare Information
Grundlegende Richtung: Kritik
Redaktion (zugleich Mitglieder des Leitungsorgans des Medieninhabers): Stephan Grigat, Patrizia Gruber, Franz Schandl, Gerhard Scheit, Günter Schneider, Gerold Wallner, Maria Wölflingseder und Robert Zöchling
Produktion: Kemmerling Zöchling & Partner Medien- und Informationsdienste KEG, 1010 Wien
Hersteller: Fa. Melzer, 1070 Wien

Beiträge

Weiter so! Bitte!

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Beginnen wir mit einer Entschuldigung: Die in der letzten Ausgabe angekündigte Diskussion zwischen Scheit und Schandl über den Charakter der Haiderei — jetzt nach dem Wahlerfolg der F in Kärnten von brandaktuellem Interesse —, aus der ist es nun nichts geworden, und zwar, weil der Verfasser dieser (...)


Untergang des Kapitalismus? Die ‚Krisis‘ und die Krise

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Überarbeitetes Referat, gehalten an der Universität Wien am 24. Juni 1998 bei der Veranstaltung „Was ist der Wert, was soll die Krise?“. In der Vergangenheit hat der Kreis um die Zeitschrift Krisis, dem auch mein Co-Referent Norbert Trenkle angehört, die über den Wert vermittelte Form der (...)


Arbeit und Wahn II

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Nahezu ungebrochen herrscht der volkswirtschaftliche Aberglaube, durch mehr innovative Investitionen könnte der Arbeitsgesellschaft noch einmal auf die Sprünge geholfen und ihr chronischer Arbeitsplatzmangel behoben werden. Zwar dringt die Tatsache ins Bewußtsein, daß Investitionen heute vorwiegend (...)


Was bleibt von Freudomarxismus Wilhelm Reichs?

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Posthum wurde Wilhelm Reich zu einem der wichtigsten Theoretiker der Studentenbewegung. Denn er war der Theoretiker der sexuellen Revolution, der Befreiung von der sexuellen Zwangsmoral — und seine Theorien schienen sich zunächst leichter in die Praxis umsetzen zu lassen als die von Marx: es (...)


Fetischistischer Antikapitalismus

Über den strukturellen Zusammenhang von verkürzter Kapitalismuskritik und Antisemitismus

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Referat, gehalten am Seminar „Zur Kritik des modernen Antisemitismus. Elemente einer kritischen Gesellschaftstheorie“ der Basisgruppe Politikwissenschaft. So wahr es ist, daß man den Antisemitismus nur aus unserer Gesellschaft heraus erklären kann, so wahr scheint mir zu werden, daß heute die (...)


Wer dankt Martin Walser?

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Es war einfach zuviel. Seit so vielen Jahren immer wieder die KZ- und Kristallnachtgreuel und das große „Wie-konnte-das-nur-geschehen?“-Gezeter. Und da muß ich einfach einem Intellektuellen wie Martin Walser, Jahrgang 1927, danken, der ähnliche Empfindungen zu haben scheint wie ich, der ich das für (...)


Deutsche Grüne

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Auf eine umfassende Geschichte der deutschen Linken nach dem Zweiten Weltkrieg wartet man schon lange. Die beiden amerikanischen Politikwissenschaftler Andrei S. Markovits und Philip S. Gorski haben sie jedoch, anders als sie im Untertitel ihres Buches Grün schlägt rot. Die deutsche Linke nach (...)


Entwurf einer Metakritik des Tauschs

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Daß das Gewöhnliche nur aufgrund der Gewöhnung als solches erscheint, macht kaum jemanden stutzig. Daß gerade der Tausch eine vergängliche Angelegenheit sein könnte, ist für das bürgerliche Individuum eine unzumutbare Zumutung. Er zeichnet es nämlich aus. [(Der nachfolgende Beitrag ist zwar lang, aber (...)


Jörg Haider und der Kleine Mann

Zur Quintessenz eines dummen Begriffs

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Ein von Jörg Haider (aber nicht nur von ihm) beliebtes und oft verwendetes Feindbild richtet sich gegen die vermeintlich Mächtigen in diesem Land, gegen die es aufzubegehren gilt. Es geht davon aus, daß es sich „Die-da-oben“ stets richten können und die sogenannten keinen Leute – die im Singular (...)


Der Hai, der

Oder: Countdown der Modalverben

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Was zu erwarten war, ist eingetreten. Mit großem Vorsprung hat Jörg Haider es geschafft. Erstmals ist die FPÖ in einem Bundesland zur stärksten politischen Kraft aufgestiegen. Der Sieg in Kärnten hätte deutlicher nicht ausfallen können. Nichts konnte ihn stoppen: kein Argument, kein Skandal, ja nicht (...)

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