Streifzüge, Heft 32

Medieninhaber und Herausgeber: Kritischer Kreis – Verein für gesellschaftliche Transformationskunde.
Alle Artikel der Streifzüge unterliegen, sofern nicht anders gekennzeichnet, dem Copyleft-Prinzip: Sie dürfen frei verwendet, kopiert und weiterverbreitet werden unter Angabe von Autor/in, Titel und Quelle des Originals sowie Erhalt des Copylefts.
Der Medieninhaber ist zu 100% Eigentümer der Streifzüge und an keinem anderen Medienunternehmen beteiligt
Grundlegende Richtung: Kritik
Redaktion (zugleich Mitglieder des Leitungsorgans des Medieninhabers): Christoph Adam, Andreas Exner, Lorenz Glatz, Franz Schandl und Maria Wölflingseder
Druck: H. Schmitz, 1200 Wien

Beiträge

Warum nichts mehr geht …

Überlegungen zu den persönlichen Bedingungen eines Ausbruchs aus der Warengesellschaft

3

„Im letzten Zimmer“ Das Arbeitsleben der heute aktiven Generationen gleicht bedrohlich dem Schicksal der Maus in Fanz Kafkas „Kleiner Fabel“. Die Maus sieht in ihrem Lauf „rechts und links in der Ferne Mauern“ auftauchen, „aber“, so sagt sie, „diese langen Mauern eilen so schnell aufeinander zu, daß (...)


2000 Zeichen abwärts

Nichts zu lachen?

5

Neulich bei meinem Vortrag in Linz erzählte ich über das Positive Denken, über den strahlenden Optimismus, der Arbeitslosen empfohlen wird, wenn sie wieder einen Job bekommen wollen; und über die frappante Ähnlichkeit des eingemeißelten Grinsens bei Sektengurus, esoterisch Entrückten, (...)


Unentwegte Beschäftigung

Aktuelle Notizen zum Arbeitswahn

7

Die Eigentümlichkeit der ,Arbeitsgesellschaften‘ besteht darin, dass in ihnen die Arbeit gleichzeitig als moralische Pflicht, als gesellschaftliche Verpflichtung und als der Weg zum persönlichen Erfolg gilt. Die Arbeitsideologie hält es also für erwiesen, – dass es allen um so besser geht, je mehr (...)


Dead Men Working

Die Ethnisierung des Sozialen

11

Sogar in Deutschland lässt sich der Sozialstaat nicht völlig widerstandslos abwickeln. Zumindest das unter dem Kürzel Hartz IV bekannt gewordene Bündel an Verarmungsgesetzen hat im einstigen Heimatland der „Sozialpartnerschaft“ im Sommer dieses Jahres für reichlich Unmut gesorgt. Kein Wunder: Hartz IV (...)


Es brennt, aber Hauptsache, Gleichbehandlung ist gesetzlich garantiert

12

[(Heute aktueller denn je dieser fast 14 Jahre alte Text. Die hier kritisierte Tendenz, strukturelle Benachteiligungen, strukturelle Gewalt zu übersehen, ist seither noch stärker geworden. Anstatt dessen nimmt das postmoderne Starren auf das Konzept von Ungleichheiten, Identitäten und Diversität (...)


2000 Zeichen abwärts

Gestylte Gleichbehandlung

14

Sie wollen diesen Text online lesen?
Das ist machbar!


Out of Area – Out of Control

Warengesellschaft und Widerstand im Zeitalter von Deregulierung und Entstaatlichung — 2.Teil: Fight Back

15

[( Resümee des ersten Teils Den gegenwärtigen Kapitalismus kennzeichnet das Auseinandertreten von sinnlich-stofflichem und monetärem Reichtum. Für die Warengesellschaft hat Reichtum nur insofern Existenzrecht, als er als Darstellungsform abstrakter Arbeit taugt. Diese Transformation wird aber (...)


Wissen contra Verwertung

Auf dem Weg zum Wissenskommunismus?

21

André Gorz ist ein sehr kurzweilig zu lesender Autor. So auch in seinem neuesten Büchlein, das, abgesehen vom IV. Kapitel (welches ein leidenschaftliches Plädoyer gegen Entsinnlichung, Gentechnologie und Menschenzucht ist) wohl als Zusammenfassung, aber auch Modifizierung schon bisher entwickelter (...)


Immaterial World

Knappheit

Eine Realabstraktion

23

Die freie Enzyklopädie Wikipedia (de.wikipedia.org als „das (zu) seltene Vorkommen angestrebter materieller oder ideeller Güter/Werte“. Die Klammer verrät die Unsicherheit bzw. das Ambivalente dieser Definition: Handelt es sich um ein „absolut“ seltenes Vorkommen oder bemisst sich Seltenheit an einem (...)


Nachhaltiger Kapitalismus?

4.Teil: Ökologische Alternativen zur ökosozialen Marktwirtschaft

24

In den ersten drei Teilen unserer Serie haben wir das Konzept der ökosozialen Marktwirtschaft dargestellt und diskutiert. Im vierten und letzten Teil geht es nun um ökologische Alternativen dazu. Wir systematisieren dabei die in der Literatur und im Diskurs der sozialen Bewegungen vorfindlichen (...)


2000 Zeichen abwärts

Der Finanzierungsvorbehalt für den Start ins Leben

26

Wie würden Sie sich fühlen? Nehmen Sie an, Sie sind Anfang 20. Sie haben ihre dreijährige Ausbildung zur Krankenschwester fast hinter sich gebracht. Langsam aber sicher geht es in den Endspurt ums Examen. Ein bisschen Bammel gehört dazu, aber in der Hauptsache freuen Sie sich, dass Sie jetzt bald (...)


„Haltet den Dieb!“

Copyleft again

31

Copyleft provoziert, na endlich. Wie ist dieses Phänomen zu fassen, zu begreifen, das es ja eigentlich nicht geben kann, nicht geben darf? Zwei JuristInnen bemühen sich das Copyleft in ihr Gedankengebäude einzubauen – der eine (Noll 2004) mit „antikritischer“ Intention, die andere (Haarmann 2004) mit (...)


Rückkopplungen

„Die neue deutsche Mentalität“

35

Nimmt man Pop ernst, dann gilt auch hier der Grundsatz materialistischer Ästhetik vom Zeitkern der Wahrheit; gerade wenn Pop nur durch die Verwertungslogik vermittelt ist, bleibt der Abdruck von Wahrheit, der sich etwa in einem Musikstück zeigt, an seine fetischistische Form gebunden: die Mode. (...)


2000 abwärts

Entsorgung nach Art des Hauses

Zur Verharmlosung antisemitischer Tendenzen durch den wissenschaftlichen Beirat von attac-Deutschland

36

Es hat lange gedauert, bis Attac Deutschland die Kritik an antisemitischen Tendenzen in den eigenen Reihen ernst genommen hat. Nach diversen Interventionen von innen wie von außen kam nun endlich eine Debatte darüber in Gang, die auch bitter notwendig war. Denn es ist zwar Denunziation der (...)


2000 Zeichen abwärts

Foreign affairs?

38

In seinem Artikel „Zur Antisemitismusdiskussion in und um attac“ zitiert Peter Wahl aus einem Beitrag der „Foreign Affairs“, wo unter anderem zu lesen ist: „Das zeitgenössische Ressentiment gegen die angenommene Macht internationaler Finanzinstitutionen hat sich mit alten Mythen vermischt. Das 19. (...)


Sich fremd werden

Globalisierungs- und Ideologiekritik

41

Zur Ideologie gehört, dass ihr Subjekt, also wir selbst, von seinem Eingelassensein in Ideologie zunächst und zumeist gar nichts weiß. Man glaubt, frei das Wort zu ergreifen und zu sagen, was man auf der Höhe der eigenen Erfahrung und „mit bestem Wissen und Gewissen“ denkt – und spricht doch Deutsch. (...)


Nicht nur zur Allerheiligenzeit

42

In der Kronen-Zeitung und im Kurier fand sich zu Allerheiligen ein Inserat mit dem Titel: „Korrekte Bestatter werben nicht“. „Werbung für Bestattungen verstößt gegen unsere Sitten und Gebräuche und ist daher in Österreich verboten… Alle Religionsgemeinschaften und die Standesvertreter der Bestatter (...)


Unumgänglich

Denunziation!

44

Eine der übelsten Seuchen, die die radikale Linke nicht nur bisweilen, sondern regelmäßig heimsucht, ist die Denunziation. Sie gleicht einem natürlichen Drang, ist ein stets vorprogrammierter Systemfehler gesellschaftlicher Opposition, eine Schranke, an der sie einige Male bereits zerschellte. (...)

Dokumente