Joseph Roth
Beiträge
FORVM, No. 154

Rebell oder Revolutionär?

Zu dem nachgelassenen Roman von Joseph Roth
Oktober
1966

I. Joseph Roth konzipierte den erst vor kurzem veröffentlichten Roman „Der stumme Prophet“ im Jahre 1927 und fixierte während der zwei nachfolgenden Jahre seinen Inhalt im einzelnen. Er sollte jedoch nie dieses Werk endgültig abschließen, denn am 2. Mai 1939 ging der in einem Pariser (…)

FORVM, No. 460/461

Der Osten war roth

Mai
1992

Die neue Ausgabe der Werke von Joseph Roth, die Fritz Hackert und Klaus Westermann bei Kiepenheuer & Witsch herausgebracht haben, ist nach Art und Umfang beträchtlicher als jede alte. Der Zuwachs erklärt sich vor allem daraus, daß erstmals Roths vielfältige journalistische Arbeiten (…)

Weg und Ziel, Heft 4/1995

Joseph Roth

Oktober
1995

Soma Morgenstern, Joseph Roths Flucht und Ende. Erinnerungen; herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Ingolf Schulte; Verlag Dietrich zu Klampen, Lüneburg 1994, 330 Seiten, 503 Schilling. Dem donaumonarchischen Kronland Galizien entstammt eine Reihe von Schriftstellern, ohne deren (…)

Beiträge von Joseph Roth
FORVM, No. 460/461

Die fremden Brüder

Mai
1992

Ort der Handlung: Eine Straße an der ehemaligen österreichisch-russischen Grenze. Die Straße steigt steil an, bildet eine Wölbung, fällt dann steil und plötzlich ab. Zeit der Handlung: Gegenwart. Es ist silberne Mondnacht. Milchweißes Licht über dem winterlichen Heideland. Auf der Straße, die (…)

Streifzüge, Heft 57

„Romantik“ des Reisens

März
2013

Die Freude, die einer vor einer Reise empfinden mag, ist immer geringer als der Ärger, die sie schließlich verursacht. Nichts ärgerlicher als ein riesiger Bahnhof, der aussieht wie ein Kloster und vor dessen Eingang ich immer einen Moment überlege, ob ich nicht doch lieber die Schuhe ausziehen (…)

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Joseph Roth, 1926

Moses Joseph Roth (* 2. September 1894 in Brody, Galizien, Österreich-Ungarn; † 27. Mai 1939 in Paris) war ein österreichischer Schriftsteller, Journalist und Essayist.

Roth zählt zu den bedeutenden deutschsprachigen Autoren der Zwischenkriegszeit. Zu seinen bekanntesten Werken gehören die Romane Hiob (1930) und Radetzkymarsch (1932), der Roman Die Kapuzinergruft (1938), die postum erschienene Novelle Die Legende vom heiligen Trinker (1939) sowie der Essay Juden auf Wanderschaft (1927). Als Journalist, insbesondere als Feuilletonist der Frankfurter Zeitung, gehörte er in den 1920er und frühen 1930er Jahren zu den bekanntesten deutschsprachigen Reportern seiner Zeit.[1]

Der Erste Weltkrieg und der Zerfall Österreich-Ungarns 1918 wurden zu prägenden Erfahrungen seines Lebens und Schreibens. Seine Romane und journalistischen Arbeiten beschäftigen sich wiederholt mit Heimatverlust, Migration, dem jüdischen Leben in Ost- und Mitteleuropa, dem Aufstieg des Nationalismus und den sozialen und politischen Verwerfungen der Nachkriegszeit. In den 1930er Jahren entwickelte Roth eine zunehmend ausgeprägte Bindung an die Habsburgermonarchie und den österreichischen Legitimismus. Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme verließ er Deutschland am 30. Januar 1933 und lebte bis zu seinem Tod überwiegend im französischen Exil.[2]

Herkunft und Kindheit in Brody

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Roth als Student, um 1914

Roth wurde am 2. September 1894 in Brody im äußersten Osten des habsburgischen Kronlandes Galizien und Lodomerien geboren, unweit der damaligen Grenze zum Russischen Reich. Die Stadt war ein bedeutendes Handelszentrum mit mehrheitlich jüdischer Bevölkerung und einem Nebeneinander verschiedener Sprachen, Religionen und Nationalitäten.

Seine Mutter Maria Roth, geborene Grübel, stammte aus einer jüdischen Kaufmannsfamilie in Brody. Sein Vater Nachum beziehungsweise Wilhelm Roth war im internationalen Handel tätig. Er kehrte bereits vor der Geburt seines Sohnes von einer Geschäftsreise nicht mehr zu seiner Familie zurück. Nach der Familienüberlieferung erkrankte er psychisch und lebte später bei Verwandten beziehungsweise in der Umgebung eines Wunderrabbis. Joseph Roth lernte seinen Vater nie kennen.[2]

Roth wuchs im Haushalt seines Großvaters Jechiel Grübel auf. Seine Mutter und deren Brüder, insbesondere sein Vormund Sigmund Grübel, sorgten für seinen Unterhalt und seine Ausbildung. Den Vaterverlust umgab innerhalb der Familie ein weitgehendes Schweigen; Roth selbst erzählte später verschiedene, einander widersprechende Geschichten über seine Herkunft und seinen Vater. Diese Selbstmythologisierung wurde zu einem wiederkehrenden Problem seiner Biographen.[3]

Von 1901 bis 1905 besuchte Roth die jüdische Gemeindeschule in Brody, anschließend von 1905 bis 1913 das deutschsprachige k.k. Kronprinz-Rudolf-Gymnasium. Neben Deutsch und den klassischen Sprachen lernte beziehungsweise gebrauchte er im multilingualen Umfeld von Brody auch Jiddisch, Hebräisch, Polnisch und Ukrainisch. Am 19. Mai 1913 legte er die Matura mit Auszeichnung ab.[2]

Studium in Lemberg und Wien

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Im Herbst 1913 immatrikulierte sich Roth an der Universität Lemberg. Bereits im Frühjahr 1914 übersiedelte er nach Wien. Sein erstes Semester in Lemberg wurde ihm angerechnet, sodass er ab dem Sommersemester 1914 als ordentlicher Hörer an der philosophischen Fakultät der Universität Wien studierte. Er besuchte vor allem Lehrveranstaltungen in Literaturwissenschaft, Geschichte und Philosophie; zu seinen wichtigsten akademischen Lehrern gehörte der Germanist Walther Brecht.[2]

In Wien begann auch die lebenslange Freundschaft mit dem aus Galizien stammenden polnischen Schriftsteller Józef Wittlin. Roth veröffentlichte während des Studiums erste Gedichte und Prosatexte. Seine erste bekannte Veröffentlichung, das Gedicht „Welträtsel“, erschien am 17. Oktober 1915 in der Österreichischen Illustrierten Zeitung.[2]

Nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs verließen seine Mutter und weitere Verwandte das zum Kriegsschauplatz gewordene Galizien und kamen zeitweise nach Wien. Roths Studium wurde zunehmend von den Folgen des Krieges überschattet.

Erster Weltkrieg

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Roth stand dem Krieg zunächst ablehnend gegenüber und war bei früheren Musterungen zurückgestellt worden. Am 31. Mai 1916 meldete er sich jedoch gemeinsam mit Wittlin freiwillig zum Militärdienst. Am 28. August begann er die Ausbildung als Einjährig-Freiwilliger beim 21. Feldjäger-Bataillon in Wien.[2]

Der Tod Kaiser Franz Joseph I.s am 21. November 1916 und dessen Begräbnis, bei dem Roth als Soldat eingesetzt war, wurden für seine spätere literarische Erinnerung an die Monarchie von großer symbolischer Bedeutung.

1917 wurde Roth in Galizien bei der 32. Infanterietruppendivision eingesetzt. Nach heutigem Forschungsstand gehörte er dort vor allem zum militärischen Pressedienst und arbeitete für die Illustrierte Kriegszeitung der Division. Für die von ihm später behauptete russische Kriegsgefangenschaft gibt es keine belastbaren Belege.[2][3]

Im Dezember 1918 kehrte Roth nach dem Zusammenbruch der Monarchie nach Wien zurück. Krieg, Revolution, Grenzverschiebungen und das Ende Österreich-Ungarns wurden fortan zu zentralen Motiven seiner journalistischen und literarischen Arbeit.

Journalist in Wien und Berlin

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Noch während seiner Militärzeit begann Roth journalistisch zu arbeiten. Ab April 1919 schrieb er regelmäßig für die neu gegründete Wiener Tageszeitung Der Neue Tag, die innerhalb eines Jahres mehr als 140 Artikel, Reportagen und Feuilletons von ihm veröffentlichte. Unter anderem verwendete er das Pseudonym „Josephus“.[2]

Nach der Einstellung des Neuen Tags im April 1920 zog Roth nach Berlin. Er schrieb zunächst für die Neue Berliner Zeitung, das Prager Tagblatt und andere Zeitungen und arbeitete ab 1921 vor allem für den Berliner Börsen-Courier. Im Sommer 1920 berichtete er von der ostpreußisch-polnischen Grenze über den Polnisch-Sowjetischen Krieg.

1922 arbeitete Roth auch für den sozialdemokratischen Vorwärts. Einige seiner Beiträge zeichnete er mit „Der rote Joseph“, einem Wortspiel mit seinem Familiennamen. Im selben Jahr berichtete er über den Prozess gegen Beteiligte am Mord an Außenminister Walther Rathenau.

Am 8. Juni 1921 hatte Roth im Rahmen eines Optionsverfahrens die österreichische Staatsbürgerschaft erhalten.[2]

Im Januar 1923 begann seine langjährige Mitarbeit an der liberalen Frankfurter Zeitung. Als Feuilletonist und Reporter schrieb er über die deutsche Inflation, politische Radikalisierung, Armut, den Alltag in Großstädten und die Nachwirkungen des Krieges. Daneben arbeitete er für zahlreiche weitere deutschsprachige Zeitungen.

1923 erschien sein erster Roman Das Spinnennetz als Fortsetzungsroman in der Wiener Arbeiter-Zeitung. Der Roman, der unvollendet blieb, beschreibt den Aufstieg eines opportunistischen ehemaligen Offiziers in einem rechtsradikalen, antisemitischen Milieu der frühen Weimarer Republik.

1925 entsandte ihn die Frankfurter Zeitung nach Paris. Frankreich wurde für Roth zu einem bevorzugten Lebens- und Arbeitsraum. Von nun an lebte er häufig in Hotels und entwickelte den Hotelbetrieb, Bahnhöfe, Cafés und andere transitorische Orte zu wiederkehrenden Schauplätzen seiner Prosa.

Für die Frankfurter Zeitung unternahm Roth große Reportagereisen. 1926 bereiste er die Sowjetunion, 1927 Albanien und Jugoslawien, später das Saargebiet, Polen und 1928 Italien. Seine Reiseberichte verbanden präzise Alltagsbeobachtung mit politischer und sozialer Analyse.[2]

Besondere Bedeutung hatte die Italienreise von August beziehungsweise September bis in den Herbst 1928. Roth bereiste unter anderem Triest, Meran, Mailand, Rom und Neapel. Seine kritische Darstellung des italienischen Faschismus führte zu Auseinandersetzungen mit der Redaktion der Frankfurter Zeitung. Vier Beiträge der Reihe „Das vierte Italien“ erschienen schließlich anonym.[2]

1927 veröffentlichte Roth den Essay Juden auf Wanderschaft, der sich mit dem Leben und den Wanderungsbewegungen osteuropäischer Juden beschäftigte. Im selben Jahr erschien Die Flucht ohne Ende, 1928 Zipper und sein Vater und 1929 Rechts und links.

Seinen ersten großen internationalen Erfolg als Romancier erzielte Roth 1930 mit Hiob. Zwei Jahre später erschien Radetzkymarsch, der zum bekanntesten Werk des Autors wurde.

Ehe und Beziehungen

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Friederike „Friedl“ Reichler, um 1920

Im Herbst 1919 lernte Roth im Wiener Café Herrenhof die neunzehnjährige Friederike „Friedl“ Reichler kennen. Am 5. März 1922 heirateten sie in der Synagoge in der Pazmanitengasse in Wien-Leopoldstadt.[2]

Ende der 1920er Jahre erkrankte Friedl Roth schwer psychisch. Seit 1929 wurde sie in verschiedenen psychiatrischen Einrichtungen behandelt, zunächst in Berlin, später in Österreich. Die Erkrankung seiner Frau belastete Roth emotional und finanziell stark. Er suchte wiederholt Ärzte auf und versuchte, ihre Behandlung zu finanzieren.

1933 kam Friedl in die Wiener Heil- und Pflegeanstalt Am Steinhof, 1935 in die Landespflegeanstalt Mauer-Öhling. Nach Roths Tod wurde sie 1940 im Rahmen der nationalsozialistischen Aktion T4 über Niedernhart in die Tötungsanstalt Hartheim gebracht und dort ermordet.[2]

1929 lernte Roth die Journalistin Andrea Manga Bell kennen, die mit ihren beiden Kindern später mehrere Jahre mit ihm zusammenlebte. Nach Roths Emigration folgte sie ihm ins Ausland. Die Beziehung wurde zunehmend von Geldproblemen, Roths Alkoholabhängigkeit und seiner Eifersucht belastet und endete 1936.[3]

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Stefan Zweig (links) und Joseph Roth in Ostende, 1936

Im Juli 1936 begegnete Roth in Ostende der ebenfalls exilierten Schriftstellerin Irmgard Keun. Beide lebten und reisten etwa zwei Jahre gemeinsam und hielten sich unter anderem in Belgien, Frankreich, den Niederlanden, Polen und Österreich auf. Die Beziehung endete 1938.

Eine weitere zentrale Beziehung seiner Exiljahre war die Freundschaft mit Stefan Zweig. Zweig unterstützte Roth wiederholt finanziell; zugleich versuchte Roth, den politisch zurückhaltenderen Freund von der unmittelbaren Gefahr des Nationalsozialismus zu überzeugen. Ihr Briefwechsel gilt als ein wichtiges Zeugnis des deutschsprachigen Exils.

Am 30. Januar 1933, dem Tag der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler, verließ Roth Deutschland und reiste nach Paris. Wenige Wochen später schrieb er an Stefan Zweig, Europa treibe auf „große Katastrophen“ und einen neuen Krieg zu; in Deutschland „regiere die Hölle“.[4]

Roths Bücher wurden im nationalsozialistischen Deutschland verboten und bei den Bücherverbrennungen von 1933 verfolgt. Paris wurde zum Mittelpunkt seines Exils, doch reiste Roth weiterhin häufig nach Belgien, in die Niederlande, nach Österreich, Polen und in die Schweiz.

Von besonderer Bedeutung waren die niederländischen Exilverlage. Werke Roths erschienen bei Querido, Allert de Lange und später bei dem katholischen Verlag De Gemeenschap in Bilthoven. Die niederländische Verlagslandschaft ermöglichte Roth auch nach dem Verlust des deutschen Buchmarktes eine kontinuierliche Veröffentlichung seiner Werke.[5][2]

Tarabas erschien 1934 bei Querido, Der Antichrist und Die hundert Tage bei Allert de Lange, später dort auch Beichte eines Mörders. Das falsche Gewicht erschien 1937 bei Querido. Mit De Gemeenschap schloss Roth 1936 einen Vertrag, aus dem schließlich Die Kapuzinergruft und postum Die Geschichte von der 1002. Nacht hervorgingen.[2]

Im Winter 1936/37 reiste Roth gemeinsam mit Irmgard Keun auf Einladung des polnischen PEN-Clubs durch Polen und besuchte auch Lemberg und seine Verwandten. Viele von ihnen wurden später Opfer der Shoa.

Letzte Lebensjahre

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Roths finanzielle Lage blieb im Exil prekär; zugleich verschlechterte sich sein Gesundheitszustand infolge langjährigen starken Alkoholkonsums. Im November 1937 wurde sein langjähriges Pariser Quartier, das Hôtel Foyot in der Rue de Tournon, abgerissen. Ab dem Frühjahr 1938 wohnte er im nahe gelegenen Hôtel de la Poste und arbeitete häufig im gegenüberliegenden Café.[2]

Nach dem Anschluss Österreichs im März 1938 setzte sich Roth in Paris öffentlich für die österreichische Unabhängigkeit und für Verfolgte ein. Er beteiligte sich an Veranstaltungen deutschsprachiger Exilorganisationen, unterstützte Flüchtlinge und arbeitete mit der American Guild for German Cultural Freedom zusammen. 1939 war er gemeinsam mit Franz Werfel und Emil Alphons Rheinhardt Vizepräsident der Ligue de l’Autriche vivante.[2]

Am 24. Mai 1939 erfuhr Roth im Café Le Tournon vom Suizid seines Freundes Ernst Toller in New York. Er brach zusammen und wurde von Freunden in das Hôpital Necker gebracht. Dort starb er am 27. Mai 1939 um 5.55 Uhr morgens im Alter von 44 Jahren.[2]

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Grab Joseph Roths auf dem Cimetière parisien de Thiais

Am 30. Mai wurde Roth auf dem Cimetière parisien de Thiais südlich von Paris beigesetzt. Da sich kein eindeutiger Nachweis für eine formale Konversion zum Katholizismus finden ließ, spiegelte auch die Trauerfeier die religiöse und politische Mehrdeutigkeit seiner letzten Lebensjahre. Unter den Trauergästen befanden sich Juden, Katholiken, österreichische Legitimisten, Sozialisten und Vertreter des deutschsprachigen Exils.

Seine letzte vollendete Erzählung, Die Legende vom heiligen Trinker, erschien wenige Wochen nach seinem Tod bei Allert de Lange.

Werk und Denken

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Journalismus und literarische Einordnung

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Roth war seinen Zeitgenossen lange mindestens ebenso sehr als Journalist wie als Romancier bekannt. Ein erheblicher Teil seines Gesamtwerks besteht aus Feuilletons, Reportagen, Essays, Reiseberichten und politischen Artikeln. Sein journalistischer Stil verbindet genaue Beobachtung mit literarischer Verdichtung.

Seine frühen Romane werden häufig mit der Neuen Sachlichkeit in Verbindung gebracht. Die Flucht ohne Ende trägt den Untertitel „Ein Bericht“, und Roth betonte dort demonstrativ den Vorrang des Beobachteten. Zugleich wandte er sich 1930 in seinem Essay Schluß mit der „Neuen Sachlichkeit“ gegen eine Literatur, die sich auf vermeintlich ungeformte „Tatsachen“ beschränken wollte. Für Roth entstand ein Bericht gerade durch Auswahl, Form und sprachliche Gestaltung; die Grenze zwischen literarischer Reportage und erzählender Prosa blieb in seinem Werk daher bewusst durchlässig.

Roths journalistische Themen reichten von Großstadtleben, Hotels, Bahnhöfen, Cafés und sozialen Randgruppen über Inflation und Arbeitslosigkeit bis zu Nationalismus, politischer Gewalt, Migration und autoritären Regimen. Wiederholt galt sein Interesse Menschen, deren gesellschaftliche oder staatliche Zugehörigkeit durch Krieg und Grenzverschiebungen unsicher geworden war.[6]

Wahrheit und Mystifikation

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Roth machte die eigene Biographie wiederholt zum Gegenstand literarischer Selbststilisierung. Er erzählte wechselnde Geschichten über seinen Geburtsort und seinen Vater, stellte seine militärische Laufbahn später größer dar, als sie sich anhand der Quellen nachweisen lässt, und ließ die Grenze zwischen autobiographischer Erinnerung und Fiktion bewusst verschwimmen.[3]

So bezeichnete er sich später teilweise als ehemaligen k.u.k. Offizier, obwohl er nachweislich als Einjährig-Freiwilliger gedient hatte. Auch eine von ihm behauptete russische Kriegsgefangenschaft lässt sich nicht belegen. Ebenso blieb die Frage einer formalen Konversion zum Katholizismus bis zu seinem Tod ungeklärt.

Diese Mystifikationen waren nicht bloß private Anekdoten, sondern stehen in engem Zusammenhang mit Roths literarischem Verfahren: Er verwendete Erlebnisse, Erinnerungen und erfundene Identitäten, um eine „innere Wahrheit“ zu gestalten. Neuere Biographien versuchen deshalb, Roths eigene Angaben konsequent von archivalisch nachweisbaren Tatsachen zu unterscheiden.[3][2]

Politische Entwicklung und österreichischer Legitimismus

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In den ersten Nachkriegsjahren schrieb Roth für sozialistische und sozialdemokratische Zeitungen und trat gegen Militarismus, Nationalismus und soziale Ungleichheit auf. Seine politische Haltung lässt sich jedoch weder in dieser Phase noch später ohne Weiteres einer geschlossenen Ideologie zuordnen. Er war zeitweise mit der linken Gruppe 1925 verbunden, entwickelte aber früh eine starke Skepsis gegenüber ideologischen Massenbewegungen.

Die Reise in die Sowjetunion 1926 verstärkte seine Distanz gegenüber dem Kommunismus. In der älteren Forschung wurde daraus häufig eine verhältnismäßig geradlinige Entwicklung vom „roten Joseph“ zum monarchistischen Konservativen konstruiert. Neuere Arbeiten haben diese Zäsur relativiert und stärkere Kontinuitäten betont, insbesondere Roths anhaltende Ablehnung von Nationalismus, politischer Uniformierung und gesellschaftlicher Ausgrenzung.[7]

Während Roth die Habsburgermonarchie in frühen Texten durchaus kritisch behandelte, gewann sie in seinem Denken in den 1930er Jahren zunehmend eine positive politische Bedeutung. Für ihn konnte das alte Österreich als Gegenmodell zum ethnischen Nationalismus erscheinen: als ein zwar unvollkommenes, aber supranationales Gemeinwesen, in dem unterschiedliche Völker, Sprachen und Religionen zusammengelebt hatten.

Nach 1933 verband sich diese Vorstellung immer stärker mit seinem Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Roth näherte sich österreichischen legitimistischen und katholischen Kreisen an, publizierte unter anderem im Christlichen Ständestaat und suchte den Kontakt zu Otto von Habsburg. Dabei waren Monarchismus und Katholizismus für ihn nicht nur nostalgische oder religiöse Positionen, sondern auch mögliche politische Gegenkräfte zum Nationalsozialismus.[8]

Am 1. August 1936 besuchte Roth Otto von Habsburg in Steenokkerzeel.[2]

Sein unmittelbarster politischer Interventionsversuch erfolgte im Februar 1938. Nach der Unterredung zwischen Hitler und Bundeskanzler Kurt Schuschnigg in Berchtesgaden am 12. Februar verschärfte sich die Krise der österreichischen Unabhängigkeit. Vom 24. Februar bis 2. März 1938 hielt sich Roth zum letzten Mal in Wien auf und wohnte im Hotel Atlanta. Er handelte dabei in Abstimmung mit österreichischen Legitimisten. Otto von Habsburg wusste von dem Vorhaben und billigte es; die Quellen erlauben jedoch nicht die eindeutige Behauptung, Roth sei von ihm als offizieller persönlicher Emissär nach Wien entsandt worden.[9][2]

Roth versuchte, bei Schuschnigg für einen Regierungswechsel zugunsten Ottos vorzusprechen. Er hoffte, dass eine Übernahme der Regierung durch den Habsburger die drohende deutsche Annexion noch verhindern könne. Zu einem Gespräch mit Schuschnigg kam es jedoch nicht. Nach der späteren Darstellung Franz Theodor Csokors riet der Wiener Polizeipräsident Michael Skubl Roth zur raschen Ausreise. Die Unterlagen des Hotels Atlanta belegen, dass Roth Wien am 2. März 1938 verließ und nach Paris zurückkehrte – neun Tage vor Schuschniggs erzwungenem Rücktritt am 11. März und elf Tage vor der formellen Vollziehung des Anschlusses.[9][2]

Damit war Roths Monarchismus spätestens 1938 nicht mehr lediglich ein Motiv seiner Literatur oder Ausdruck rückwärtsgewandter Nostalgie, sondern hatte eine konkrete politische Dimension angenommen.

Heimat, Judentum und Habsburgermonarchie

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Der Verlust von Heimat gehört zu den beherrschenden Motiven in Roths Werk. Die frühe Abwesenheit des Vaters, der Krieg, die Zerstörung Galiziens und der Untergang Österreich-Ungarns überlagern sich in seinen Texten mit der Erfahrung jüdischer Migration, Staatenlosigkeit und politischer Entwurzelung.[10]

In Juden auf Wanderschaft schilderte Roth die Lebensbedingungen und Migration osteuropäischer Juden. Hiob übertrug verwandte Themen in die Form eines Familienromans. Jüdische Tradition, religiöse Zweifel, Migration und Verlust blieben bis in sein spätes Werk präsent.

Parallel dazu wurde die Habsburgermonarchie zum wichtigsten historischen Bezugsraum seiner reifen Prosa. Radetzkymarsch erzählt anhand von drei Generationen der Familie Trotta den langsamen Zerfall des alten Reiches. Die Novelle Die Büste des Kaisers und Die Kapuzinergruft setzen sich mit Erinnerung, Loyalität und den politischen Folgen von 1918 auseinander.

Roths Darstellung der Monarchie ist dabei nicht ausschließlich nostalgisch. Radetzkymarsch zeigt zugleich die Erstarrung, soziale Hierarchie und politische Schwäche des Reiches. Die Forschung hat deshalb darauf hingewiesen, dass Roths Habsburgbild sowohl elegische Erinnerung als auch kritische Analyse enthält.[7]

Seine spätere Hinwendung zum Katholizismus ist ähnlich ambivalent. Roth bewegte sich zunehmend in katholischen Kreisen und verwendete christliche Motive, ohne seine jüdische Herkunft zu verleugnen. Ob er formal zum Katholizismus konvertierte, ist nicht eindeutig geklärt.[3]

Rezeption und Nachwirkung

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Roth war in den 1920er Jahren zunächst vor allem als Journalist bekannt. Mit Hiob und insbesondere Radetzkymarsch etablierte er sich auch international als Romancier. Die nationalsozialistische Verfolgung, sein früher Tod und der Zweite Weltkrieg unterbrachen diese Rezeption.

Nach 1945 spielte Hermann Kesten, ein Freund aus dem Exil, eine wichtige Rolle bei der Wiederveröffentlichung von Roths Werk. 1956 gab Kesten eine dreibändige Werkausgabe heraus; spätere Editionen machten auch große Teile des zuvor über zahlreiche Zeitungen verstreuten journalistischen Werks zugänglich.

Auf einem internationalen Joseph-Roth-Symposium würdigte Marcel Reich-Ranicki 1989 insbesondere Roths Verzicht auf das Monumentale und die scheinbare Einfachheit und formale Geschlossenheit seiner Erzählweise.[11]

Seit dem späten 20. Jahrhundert wuchs Roths internationale Bedeutung erneut. Neue Ausgaben und Übersetzungen erschlossen insbesondere auch seine Feuilletons, Reiseberichte und Briefe. Im englischsprachigen Raum trugen die Übersetzungen von Michael Hofmann wesentlich zu dieser Wiederentdeckung bei. Die 2022 erschienene Biographie Endless Flight von Keiron Pim war die erste umfangreiche englischsprachige Roth-Biographie.[3]

In Brody erinnern Gedenktafeln und eine Büste an den Schriftsteller. In Wien wurde 2001 im 2. Bezirk die Joseph-Roth-Gasse nach ihm benannt. In Berlin befindet sich unweit früherer Wirkungsstätten in der Potsdamer Straße die Joseph-Roth-Diele.

Erstausgaben und Erstveröffentlichungen

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  • Der Vorzugsschüler. Erzählung. Gekürzte Fassung in: Österreichs Illustrierte Zeitung, 10. September 1916; vollständige Veröffentlichung postum.
  • Barbara. Erzählung. In: Österreichs Illustrierte Zeitung, 14. April 1918.
  • Das Spinnennetz. Romanfragment. Erstdruck als Fortsetzungsroman in der Arbeiter-Zeitung, Wien, 7. Oktober bis 6. November 1923; Buchausgabe postum 1967.
  • Hotel Savoy. Roman. Die Schmiede, Berlin 1924.
  • Die Rebellion. Roman. Die Schmiede, Berlin 1924.
  • April. Die Geschichte einer Liebe. J. H. W. Dietz Nachf., Berlin 1925.
  • Der blinde Spiegel. Ein kleiner Roman. J. H. W. Dietz Nachf., Berlin 1925.
  • Juden auf Wanderschaft. Essay. Die Schmiede, Berlin 1927.
  • Die Flucht ohne Ende. Roman. Kurt Wolff, München 1927.
  • Zipper und sein Vater. Roman. Kurt Wolff, München 1928.
  • Rechts und links. Roman. Gustav Kiepenheuer, Berlin 1929.
  • Der stumme Prophet. Romanfragment; Teilveröffentlichungen 1929, Buchausgabe postum 1966.
  • Hiob. Roman eines einfachen Mannes. Gustav Kiepenheuer, Berlin 1930.
  • Panoptikum. Gestalten und Kulissen. Knorr & Hirth, München 1930.
  • Radetzkymarsch. Gustav Kiepenheuer, Berlin 1932.
  • Stationschef Fallmerayer. In: Novellen deutscher Dichter der Gegenwart, hrsg. von Hermann Kesten. Allert de Lange, Amsterdam 1933.
  • Tarabas. Ein Gast auf dieser Erde. Querido, Amsterdam 1934.
  • Triumph der Schönheit. Novelle; 1934 zunächst in französischer Übersetzung veröffentlicht.
  • Die Büste des Kaisers. Novelle; 1934 zunächst in französischer Übersetzung veröffentlicht.
  • Der Antichrist. Essay. Allert de Lange, Amsterdam 1934.
  • Die hundert Tage. Roman. Allert de Lange, Amsterdam 1935.
  • Beichte eines Mörders, erzählt in einer Nacht. Roman. Allert de Lange, Amsterdam 1936.
  • Das falsche Gewicht. Die Geschichte eines Eichmeisters. Roman. Querido, Amsterdam 1937.
  • Die Kapuzinergruft. Roman. De Gemeenschap, Bilthoven 1938.
  • Die Legende vom heiligen Trinker. Novelle. Allert de Lange, Amsterdam 1939, postum.
  • Die Geschichte von der 1002. Nacht. Roman. De Gemeenschap, Bilthoven 1939, postum.
  • Der Leviathan. Novelle. Querido, Amsterdam 1940, postum.
  • Perlefter. Die Geschichte eines Bürgers. Romanfragment; postum veröffentlicht 1978.
  • Werke in drei Bänden. Hrsg. von Hermann Kesten. Kiepenheuer & Witsch, Köln 1956.
  • Werke. Hrsg. und eingeleitet von Hermann Kesten. 4 Bände. Kiepenheuer & Witsch, Köln 1975–1976.
  • Werke. 6 Bände. Kiepenheuer & Witsch, Köln 1989–1991.
    • Band 1–3: Das journalistische Werk, hrsg. von Klaus Westermann.
    • Band 4–6: Romane und Erzählungen, hrsg. von Fritz Hackert.
  • Werke. 4 Bände. Wallstein Verlag, Göttingen 2026, ISBN 978-3-8353-5785-3.

Briefe und Teilausgaben

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  • Briefe 1911–1939. Hrsg. von Hermann Kesten. Kiepenheuer & Witsch, Köln 1970.
  • Aber das Leben marschiert weiter und nimmt uns mit. Der Briefwechsel zwischen Joseph Roth und dem Verlag De Gemeenschap 1936–1939. Hrsg. von Theo Bijvoet und Madeleine Rietra. Kiepenheuer & Witsch, Köln 1991, ISBN 3-462-02101-X.
  • „Jede Freundschaft mit mir ist verderblich“. Joseph Roth und Stefan Zweig. Briefwechsel 1927–1938. Hrsg. von Madeleine Rietra und Rainer-Joachim Siegel. Wallstein, Göttingen 2011, ISBN 978-3-8353-0842-8.
  • Perlefter. Fragmente und Feuilletons aus dem Berliner Nachlass. Hrsg. von Friedemann Berger. Kiepenheuer, Leipzig 1978.
  • Unter dem Bülowbogen. Prosa zur Zeit. Hrsg. von Rainer-Joachim Siegel. Kiepenheuer & Witsch, Köln 1994.
  • „Ich zeichne das Gesicht der Zeit“. Essays – Reportagen – Feuilletons. Hrsg. und kommentiert von Helmuth Nürnberger. Wallstein, Göttingen 2010, ISBN 978-3-8353-0585-4.
  • Heimweh nach Prag. Feuilletons – Glossen – Reportagen für das Prager Tagblatt. Hrsg. von Helmuth Nürnberger. Wallstein, Göttingen 2012, ISBN 978-3-8353-1168-8.
  • Drei Sensationen und zwei Katastrophen. Feuilletons zur Welt des Kinos. Hrsg. von Helmut Peschina und Rainer-Joachim Siegel. Wallstein, Göttingen 2014, ISBN 978-3-8353-1382-8.
  • Nacht und Hoffnungslichter. Feuilletons aus Berlin und Wien. Hrsg. von Alexander Kluy. Edition Atelier, Wien 2014, ISBN 978-3-902498-98-4.
  • Joseph Roth. Reisen in die Ukraine und nach Russland. Hrsg. von Jan Bürger. C. H. Beck, München 2015, ISBN 978-3-406-67545-4.
  • Rot und Weiß. Wanderer zwischen Städten. Die Andere Bibliothek, Berlin 2022, ISBN 978-3-8477-0446-1.

Ein Teilnachlass Roths befindet sich im Deutschen Literaturarchiv Marbach. Im dortigen Literaturmuseum der Moderne werden unter anderem das Manuskript von Hiob und Materialien zum Radetzkymarsch aufbewahrt.

Ein weiterer umfangreicher Bestand befindet sich im Leo Baeck Institute in New York. Teile dieses Nachlasses sind digital zugänglich.

Hörspiele und Hörbücher

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Roths Werke wurden vielfach für Hörfunk und Hörbuch adaptiert. Zu den Hörspielproduktionen gehören unter anderem:

  • 1951: Hiob, NWDR.
  • 1962: Radetzkymarsch, WDR/SWF.
  • 1994: Hotel Savoy, Bearbeitung: Helmut Peschina, Regie: Robert Matejka, DLR/ORF.
  • 1999: Hiob, Regie: Robert Matejka, MDR.
  • 2007: Die Legende vom heiligen Trinker, zweisprachige Produktion von Deutschlandradio/SR/France Culture.
  • 2009: Die Geschichte der 1002. Nacht, DLR/ORF.
  • 2010: Die Flucht ohne Ende, Bearbeitung: Helmut Peschina, Regie: Götz Fritsch, MDR.
  • 2012: Das Spinnennetz, zweiteiliges Hörspiel, Bearbeitung und Regie: Katja Langenbach, BR.

Zahlreiche Romane und Erzählungen liegen außerdem als ungekürzte oder gekürzte Hörbuchausgaben vor, unter anderem mit Peter Matić, Michael Heltau, Mario Adorf, Senta Berger, Wolfram Berger, Martin Wuttke und Hans Korte.

  • David Bronsen: Joseph Roth. Eine Biographie. Kiepenheuer & Witsch, Köln 1974.
  • Fritz Hackert: Kulturpessimismus und Erzählform. Studien zu Joseph Roths Leben und Werk. Lang, Bern 1967.
  • Jürgen Heizmann: Joseph Roth und die Ästhetik der Neuen Sachlichkeit. Heidelberg 1990, ISBN 3-9802440-0-8.
  • Soma Morgenstern: Joseph Roths Flucht und Ende. Erinnerungen. zu Klampen, Lüneburg 1994, ISBN 3-924245-35-5.
  • Michael Bienert (Hrsg.): Joseph Roth in Berlin. Kiepenheuer & Witsch, Köln 1996, ISBN 978-3-462-04178-1.
  • Dietmar Mehrens: Vom göttlichen Auftrag der Literatur. Die Romane Joseph Roths. Ein Kommentar. BoD, Hamburg 2000, ISBN 3-8311-0472-7.
  • Eva Raffel: Vertraute Fremde. Das östliche Judentum im Werk von Joseph Roth und Arnold Zweig. Narr, Tübingen 2002, ISBN 3-8233-5654-2.
  • Heinz Lunzer, Victoria Lunzer-Talos: Roth, Joseph. In: Neue Deutsche Biographie. Band 22. Duncker & Humblot, Berlin 2005, ISBN 3-428-11203-2, S. 114–116.
  • Telse Hartmann: Kultur und Identität. Szenarien der Deplatzierung im Werk Joseph Roths. Francke, Tübingen 2006, ISBN 3-7720-8170-3.
  • Kati Tonkin: Joseph Roth's March into History: From the Early Novels to Radetzkymarsch and Die Kapuzinergruft. Camden House, Rochester 2008, ISBN 978-1-57113-389-2.
  • Wilhelm von Sternburg: Joseph Roth. Eine Biographie. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2009, ISBN 978-3-462-05555-9.
  • Heinz Lunzer, Victoria Lunzer-Talos: Joseph Roth. Leben und Werk in Bildern. Überarbeitete Neuausgabe. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2009, ISBN 978-3-462-04102-6.
  • Thomas Eicher (Hrsg.): Joseph Roth und die Reportage. Heidelberg 2010, ISBN 978-3-86809-035-2.
  • Daniel Keel, Daniel Kampa (Hrsg.): Joseph Roth. Leben und Werk. Diogenes, Zürich 2010, ISBN 978-3-257-23983-6.
  • Jürgen Heizmann: Mythen und Masken. Figuren- und Wirklichkeitsgestaltung bei Joseph Roth. In: Wiebke Amthor, Hans Richard Brittnacher (Hrsg.): Joseph Roth – Zur Modernität des melancholischen Blicks. Berlin/Boston 2012, ISBN 978-3-11-028724-0, S. 185–226.
  • Ilse Josepha Lazaroms: The Grace of Misery: Joseph Roth and the Politics of Exile, 1919–1939. Brill, Leiden 2013, ISBN 978-90-04-23485-7.
  • Els Snick: Waar het me slecht gaat is mijn vaderland. Joseph Roth in Nederland en België. Bas Lubberhuizen, Amsterdam 2013, ISBN 978-90-5937-326-6.
  • Sebastian Kiefer: Braver Junge – gefüllt mit Gift: Schreiben, Ambivalenz, Politik und Geschlecht im Werk Joseph Roths. 2. Auflage. J. B. Metzler, Stuttgart 2019, ISBN 3-476-05107-2.
  • Keiron Pim: Endless Flight: The Life of Joseph Roth. Granta Books, London 2022, ISBN 978-1-78378-509-4.
Wikisource: Joseph Roth – Quellen und Volltexte
Commons: Joseph Roth – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Heinz Lunzer, Victoria Lunzer-Talos: Roth, Joseph. In: Neue Deutsche Biographie. Band 22. Duncker & Humblot, Berlin 2005, ISBN 3-428-11203-2, S. 114–116.
  2. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v Joseph Roth (1894–1939) – Chronik. In: Internationale Joseph Roth Gesellschaft. Abgerufen am 29. August 2026. 
  3. a b c d e f g Keiron Pim: Endless Flight: The Life of Joseph Roth. Granta Books, London 2022, ISBN 978-1-78378-509-4. 
  4. Joseph Roth an Stefan Zweig, Februar 1933; vgl. „Jede Freundschaft mit mir ist verderblich“. Joseph Roth und Stefan Zweig. Briefwechsel 1927–1938, hrsg. von Madeleine Rietra und Rainer-Joachim Siegel, Wallstein, Göttingen 2011, ISBN 978-3-8353-0842-8.
  5. Els Snick: Waar het me slecht gaat is mijn vaderland. Joseph Roth in Nederland en België. Bas Lubberhuizen, Amsterdam 2013, ISBN 978-90-5937-326-6. 
  6. Thomas Eicher (Hrsg.): Joseph Roth und die Reportage. Heidelberg 2010, ISBN 978-3-86809-035-2. 
  7. a b Kati Tonkin: Joseph Roth's March into History: From the Early Novels to Radetzkymarsch and Die Kapuzinergruft. Camden House, Rochester, New York 2008, ISBN 978-1-57113-389-2. 
  8. Christopher Brennan: Deux semaines avant la fin de l’Autriche. In: Europe. Revue littéraire mensuelle, Nr. 1087–1088 („Joseph Roth – Adalbert Stifter“), Paris, November/Dezember 2019, S. 118–133, hier insbesondere S. 123–126.
  9. a b Christopher Brennan: Deux semaines avant la fin de l’Autriche. In: Europe. Revue littéraire mensuelle, Nr. 1087–1088 („Joseph Roth – Adalbert Stifter“), Paris, November/Dezember 2019, S. 118–133, hier S. 127–129 und 131.
  10. Ilse Josepha Lazaroms: The Grace of Misery: Joseph Roth and the Politics of Exile, 1919–1939. Brill, Leiden 2013, ISBN 978-90-04-23485-7. 
  11. Marcel Reich-Ranicki: Diese eigenartige, wundersame Kindlichkeit. Vortrag über Joseph Roth; später u. a. in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, 6. April 2010.