Streifzüge

Zeitschrift des Kritischen Kreises in Wien. Der Kritische Kreis hat sich in den 90er-Jahren als österreichische Gruppierung um die sog. Wertkritik gebildet, die seit den 80er Jahren in Deutschland von der Gruppe Krisis entwickelt wurde. Der wertkritische Ansatz ist weiterhin zentral, gleichzeitig wird der Anspruch aufrechterhalten, ein „linkes Diskussionsmedium“ sein zu wollen.

We need you

Liebe Leute,
vorerst wollen wir uns bei den zahlreichen neuen AbonnentInnen TransfomatorInnen und TranssponsorInnen bedanken, die uns zukünftig helfen werden, das Projekt in vieler Hinsicht flotter zu kriegen. Erstmals seit sieben Jahren sind die Abozahlen wieder leicht im Steigen. Das ist doch schon was.
Indes, das alles reicht noch nicht um Entwarnung zu geben. Vor allem unsere regelmäßigen Website-Surfer scheinen sich überhaupt nicht bewusst sein zu wollen, dass sie hier ein (...)

Rubriken

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Beiträge

Repariert nicht, was euch kaputt macht!

Gegen das bürgerliche Dasein – für das gute Leben!
Oktober
2013

1. Durch die Politik können keine Alternativen geschaffen werden. Sie dient nicht der Entfaltung unserer Möglichkeiten und Fähigkeiten, sondern in ihr nehmen wir bloß die Interessen unserer Rollen in der bestehenden Ordnung wahr. Politik ist ein bürgerliches Programm. Sie ist stets eine auf (…)


demonetize!

April
2017

Diesen Aufkleber geben wir gern weiter. Wer davon eine Anzahl haben mag, schreibe bitte an: redaktion-at-streifzüge.org (nachdem eins -at- durch den klammeraffen ersetzt hat)! Spenden sind uns natürlich sehr willkommen. Alles Gute, die Streifzüge-Redaktion


Call for Papers für die Ausgaben 84 und 85

Oktober
2021

Nicht nur in den Anfangstagen der Streifzüge standen die Kritik von WERT und TAUSCH im Zentrum unserer Überlegungen und Anschläge. In den letzten Jahren mag das aufgrund der Ausweitung und Ausfächerung der Themenstellungen etwas in den Hintergrund geraten sein. Vielleicht sind wir sogar etwas (…)




Das „Spielfeld“ und das Kapital

Bemerkungen zu einigen Verfallserscheinungen der bürgerlichen Gesellschaft
September
2023

1. Man könnte, wenn man denn will, den Gesellschaftskomplex analytisch in verschiedene „Strukturen“ zerlegen, die sich, auf die eine oder andere Art, aufeinander beziehen und aus denen in ihrer Gesamtheit das „Gebäude“ der bürgerlichen Gesellschaft (oder auch jeder sonstigen historischen (…)


Die Gesinnungspolizei demokratischer Herrschaft

November
2023

Rezension zu: René Bohnstingl/Linda Lilith Obermayr/Karl Reitter: Corona als gesellschaftliches Verhältnis. Brüche und Umwälzungen im kapitalistischen Herrschaftssystem, Kassel 2023. Mit ihrem Gemeinschaftswerk Corona als gesellschaftliches Verhältnis. Brüche und Umwälzungen im (…)


Tote Pferde kann man nicht reiten

Januar
2024

Ausgangspunkt: ein universitäres Budgetloch in der Periode 2022–24 in Höhe von 1,2 Mrd. Euro. Markierungspunkte der medialen Erregung: geschlossene Unis, abgeschaltete Heizungen, Personalstopps. Akt der Befreiung: der Finanzminister gewährt 2025–27 ein Budget von insgesamt 16 Mrd. Euro. Es (…)


Metamorphosen der Ware oder: Die Gespensterwelten des Kapitals

September
2025

Wir leben in einem Universum der Ware. Wo das Universum die Lebensbereiche nicht formell unterwirft, tut es das materiell oder ideell. Das gilt auch für umfangreiche Haushaltstätigkeiten, für Erziehung, Sorge oder Pflege. Wir denken alle Gegenstände und Sachen, alle Abläufe, Beziehungen, (…)


Rückkehr zur „Ehrfurcht vor dem Leben“

September
2025

„Immer wenn ein Mensch stirbt, stirbt ein Bewusstsein. Man muss sich das einmal vor Augen halten.“ – Diese Bemerkung kam aus dem Munde eines Geschichtslehrers, der uns (eine österreichische Schulklasse Anfang der 80er-Jahre) gerade vom Ersten Weltkrieg erzählt hatte und uns mit diesen Worten den (…)


Postideologischer Totalitarismus

November
2025

Ob Krieg, Virus oder Klima: In der Verfestigung eines globalen Krisenmodus scheint sich ein neuer Regierungsstil durchzusetzen, der eindeutig autoritäre Züge, wenn nicht sogar totalitäre Tendenzen, aufweist. Doch wie wollen wir diese nennen? Offensichtlich handelt es sich nicht um etwas (…)


Aussitzen statt vorsitzen

November
2025

Der SPÖ geht es nicht gut und ihrem Parteivorsitzenden noch schlechter. Aktuell spürt er vor allem den eisigen Wind der Boulevardblätter. Es gleicht einer massiven Kampagne gegen den SPÖ-Chef. Sogar ein parteiinternes Match „alle gegen Babler“ haben sie ausgerufen. Verscherzt hat er es sich (…)


Einlauf Streifzüge 92

Dezember
2025

Wer kriegstüchtig werden will, muss kriegssüchtig machen. Genau auf dieser Ebene verläuft die aktuelle Frontpropaganda, eingepackt freilich in all den üblichen wie üblen Phrasen von Freiheit und Demokratie, von Wert und Werten. Aggressives Wiederholen ist Usus und dumpfes Nachplappern Pflicht. (…)


Fixierung auf die Gegenwart

Hypothesen zum historischen Stillstand
Dezember
2025

1. Die Fixierung auf die Gegenwart, d.h. die Tendenz, den aktuellen Moment als Kriterium und Bezugspunkt des Handelns zu setzen, die Praxis daher auf das Gegebene hin auszurichten und so die Dinge immer nur aus der Perspektive des Status quo zu betrachten, ist der bürgerlichen Gesellschaft in (…)


Der ehrliche Lügner

Dezember
2025

Gibt es einen Grund, noch einen Essay über Donald Trump zu schreiben? Wäre man mit dem Gesagten halbwegs zufrieden, dann eigentlich nicht. Indes, dem ist nicht so. Warum folgen also Millionen wie gebannt seinen Auftritten und Ausritten, sind schwer begeistert oder tief bestürzt? Keine Gründe (…)


Hunger

Dezember
2025

269 Billionen Euro sind auf der Suche nach möglichst lukrativen Anlagemöglichkeiten. Die privaten Finanzvermögen legen global rasant zu. Beinahe neun Prozent Wachstum waren es 2024, nach ebenfalls starken acht Prozent im Jahr zuvor. Und was könnte eins nicht alles anstellen, um all die (…)


Ophelia, Männerbeute

Januar
2026

Bei ihren Erkundungen, was das „deutsche Wesen“ ausmache, haben sich die Deutschen vor allem zweier Figuren bedient. Die eine ist Faust, durch den sie sich selbst zum „faustischen“, ständig nach „dem Höchsten“ strebenden Menschen verklärten (ungeachtet dessen, dass dieser eine Spur von (…)

Im WWW

Streifzüge ist eine in Wien unter den Bedingungen des Copyleft erscheinende kapitalismuskritische Zeitschrift. Die seit 2003 bestehende Website der Streifzüge enthält sowohl alle Beiträge der Printausgaben als auch weitere Artikel.

Die erste Print-Ausgabe der Streifzüge erschien im Frühjahr 1996. Herausgegeben wurde sie vom Kritischen Kreis, einem an der Wertkritik orientierten Diskussionszirkel. Ursprünglich nur als Informationsblatt gedacht, entwickelten sich die Streifzüge in den folgenden Jahren zu einem konzeptionierten Magazin. Gegenwärtig erscheinen die Streifzüge drei Mal jährlich in einer Auflage von 1.500 Stück. Das Motto lautet „unsachlich, wertlos, jenseits“, der Untertitel „Magazinierte Transformationslust“. Jede Ausgabe widmet sich einem Schwerpunktthema, enthält aber auch Artikel zu anderen Themen.

Im Zentrum der radikalen Kapitalismuskritik steht der Modus der Verwertung in all seinen Ausprägungen: Markt, Konkurrenz, Tausch, Kauf, Geld, Ware, Arbeit. Man fordert eine allseitige „Entwertung der Werte“. Neben der Kritik ist in den letzten Jahren die Perspektive resp. die Frage nach dem guten Leben immer mehr in den Mittelpunkt gerückt.

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Die Streifzüge sind Partner im Internetportal Linksnet.