Krieg & Frieden
Themen

Kernwaffen

  • Die iranische Bedrohung
  • Berichte zur Iran-Kundgebung
  • Aus dem Holocaust nichts gelernt?
  • Die nukleare Zukunft der NATO
  • Drei Optionen für den Iran
  • (...)

Kriegsdienstverweigerung & Desertion

  • Deserteur
  • Wehrdienstverweigerung — ein Recht?
  • Opfer der NS-Militärjustiz rehabilitiert
  • Personenkomitee „Gerechtigkeit für die Opfer der NS-Militärjustiz“
  • Wehrpflicht schafft Verbrecher
  • (...)

Kriegsfolgen

  • Briefe aus Budapest
  • Nachsommer der wehrhaften Demokratie
  • Krieg als langfristige Zerstörung von Lebensgrundlagen
  • Die Flaktürme — Podeste für das zukünftige Wien
  • Kärntner Abwehrkampf — eine Geschichtsfälschung
  • (...)

Militär

  • Kapitalistisches Morgengrauen
  • Was tun gegen einen Putsch?
  • Fit für den Frieden?
  • Heer ohne Demokratie — Demokratie ohne Heer?
  • Warum Österreich nicht in Asien liegt
  • (...)

Neutralität

  • Neutralität und Wehrdienstverweigerung
  • Unschuld vom Lande
  • Ist Österreich auch von strategischem Wert?
  • BH verstößt gegen Staatsvertrag
  • Neutralität oder NATO oder ...?
  • (...)

Rüstungsindustrie

  • Antimilitarismus heute und der Krieg von morgen
  • Organisierter Unfrieden
  • Österreichische Minen in Norwegen
  • Das große Antiraketengeschäft
  • Die USA verstärken Hegemonie am Waffenmarkt
  • (...)
Beiträge
Internationale Situationniste, Numéro 5

La minute de vérité

décembre
1960

Les soussignés, considérant que chacun doit se prononcer sur des actes qu’il est désormais impossible de présenter comme des faits divers de l’aventure individuelle ; considérant qu’eux-mêmes, à leur place et selon leurs moyens, ont le devoir d’intervenir, non pas pour donner des conseils aux hommes qui (...)

Internationale Situationniste, Numéro 7

Géopolitique de l’hibernation

avril
1962

L’« équilibre de la terreur » entre deux groupes d’États rivaux qui est la plus visible des données essentielles de la politique mondiale en ce moment signifie aussi l’équilibre de la résignation : pour chacun des antagonistes, à la permanence de l’autre ; et à l’intérieur de leurs frontières, résignation (...)

FORVM, No. 150-151

Unbewaffnete Neutralität

Mit einer Antwort des Verteidigungsministers
Juni
1966

Neben den heute dominierenden unmittelbaren Zielen der Abrüstungsverhandlungen — Ausdehnung des Testverbotes auf unterirdische Experimente und Verbot der Weiterverbreitung von Atomwaffen — sollten gleichzeitig auch andere, weniger sensationelle, aber vielleicht aussichtsreichere Teilprobleme des (...)

FORVM, No. 150-151

Bewaffnete Neutralität

Juni
1966

Die nachfolgende, von uns erbetene Stellungnahme des Bundesministers für Landesverteidigung geben wir ungekürzt und völlig unverändert wieder: Ich wurde aufgefordert, zum Artikel „Unbewaffnete Neutralität“ von Herrn Univ. Prof. Thirring Stellung zu nehmen. Dieser Aufforderung komme ich gerne nach, (...)

FORVM, No. 150-151

Königgrätz

3. Juli 1866
Juni
1966

Bisher hatte ich stets gedacht, daß wir die Schlacht von Königgrätz nur deshalb verloren hätten, weil einer meiner Onkel Stabschef des österreichischen Oberkommandierenden, Feldzeugmeisters Ludwig Benedek, gewesen war; und nicht nur das: die Schlacht fand auch auf einem Gebiete statt, wo meine (...)

FORVM, No. 155-156

Am Beispiel Friedrich Adlers

Die Ermordung des Grafen Stürgkh am 21. Oktober 1916 — (II.)
Dezember
1966

Eine Gesetzesvorlage, die nach dem Zusammentritt des Abgeordnetenhauses im Mai 1917 eingebracht wurde und nach der alle vor den Ausnahmsgerichten durchgeführten politischen Prozesse an die Geschworenen rückverwiesen worden wären, fand zwar den Beifall Kaiser Karls, wurde aber vom Herrenhaus (...)

FORVM, No. 164-165

Liebe Freunde, Generäle und Genossen!

August
1967

Zum israelisch-arabischen Krieg hat natürlich auch Ephraim Kishon Stellung genommen. In seinem ständigen Sprachrohr, der hebräischen Tageszeitung „Ma’ariw“, gab er während der kurzen Dauer des Krieges und unmittelbar danach seinen satirischen Glossen die Form „Offener Briefe“, die bisher außerhalb (...)

FORVM, No. 167-168

Was kostet die Abrüstung?

November
1967

Diesen Text präsentierte Alva Myrdal, Schwedens Minister für Abrüstungsfragen, Botschafter bei der Genfer Abrüstungskonferenz (und Gattin des sozialdemokratischen Nationalökonomen sowie Ex-Ministers Gunnar Myrdal), auf der Internationalen Kernwaffentagung in Toronto, Juni 1966. Die fortdauernde (...)

FORVM, No. 167-168

Unbewaffnete Neutralität — zweite Runde

November
1967

Die Herren Minister Prader, Generalmajor Spannocchi und mein verehrter Kollege Verdroß haben sich in Artikeln, die in den Heften Juni/Juli und November/Dezember 1966 des Neuen FORVM erschienen sind, mit meinen ebendort im Juni/Juli-Heft dargelegten Thesen über eine unbewaffnete Neutralität (...)

FORVM, No. 167-168

Für Friedensinitiative der Neutralen

November
1967

I. Wie recht hat Hans Thirring, wenn er auf den Widersinn des Rüstungswettlaufs gerade bei den Neutralen verweist! Der von ihm geprägte Begriff des Neomilitarismus ist hervorragend geeignet, die Widersprüchlichkeit der sogenannten Landesverteidigung im Zeitalter der atomaren, bakteriellen und (...)

FORVM, No. 169-170

Macht und Überleben

Januar
1968

Elias Canetti, der im Jänner den Österreichischen Staatspreis für Dichtung 1967 erhalten hat, ist mit seinem in viele Sprachen übersetzten Roman „Die Blendung“ (Wien 1935) einer der bedeutendsten Autoren der modernen Weltliteratur. Er schrieb außerdem drei Theaterstücke (siehe auch die kritische (...)

FORVM, No. 178

Alle Macht ist verseucht

Oktober
1968

Zum Zeitpunkt der Drucklegung dieses Aufsatzes ist Ernst Fischer, Mitglied unseres Internationalen Komitees für den Dialog, noch Mitglied des ZK der KPÖ. Die Macht ist die Mutter des Krieges. Hinter dem Haben und Herrschen steht die Gewalt, hinter jeder Gewalt der Tod, häufig verhüllt, doch (...)

FORVM, No. 178

Ballade von den drei Brüdern

Oktober
1968

Drei Brüder rasten durch das Land Zu morden, zu rauben, zu sengen. Der Erste, welch ungeschickter Fant, Gar bald vor seinen Richtern stand Und mußte als Frevler hängen. Die beiden andern, die wußten klug Ihr Schicksal ins Große zu wenden; Ein jeder, voran seinem johlenden Zug Voran eine wehende (...)

FORVM, No. 178

Briefe zur Politik

Oktober
1968

Die hier erstmals veröffentlichten Briefe Arthur Schnitzlers stammen aus dem Teil des Nachlasses, der sich im Besitz Heinrich Schnitzlers befindet. Druckvorlagen waren die Durchschläge maschinegeschriebener Briefe. Die Orthographie wurde unwesentlich normalisiert. Im übrigen sei daran erinnert, (...)

FORVM, No. 179-180

Friede als Utopie

November
1968

Die nachfolgenden beiden Texte von Herbert Marcuse und Hans Morgenthau entstammen Referaten des 4. Salzburger Humanismusgespräches (10. bis 13. September). Thema dieses von Dr. Oskar Schatz initiierten und vom Österreichischen Rundfunk mit außerordentlicher Liberalität veranstalteten Symposions war (...)

FORVM, No. 179-180

Krieg als Paradoxon

November
1968

Die nachfolgenden beiden Texte von Herbert Marcuse und Hans Morgenthau entstammen Referaten des 4. Salzburger Humanismusgespräches (10. bis 13. September). Thema dieses von Dr. Oskar Schatz initiierten und vom Österreichischen Rundfunk mit außerordentlicher Liberalität veranstalteten Symposions war (...)

FORVM, No. 184/I

Warum das Bundesheer aufgelöst wurde

Die Rede Außenminister Waldheims vor der UNO*
April
1969

Hohes Haus! Ich darf Sie hier mit der demonstrativen Geste eines kleinen Landes vertraut machen. Demonstrativ, weil sie die tatsächlichen Machtverhältnisse in der Welt keineswegs verändert. Trotzdem glauben wir an die Sinnhaftigkeit unseres Tuns. Österreich ist der Rest einer einmal bedeutenden (...)

FORVM, No. 185

Das große Antiraketengeschäft

Mai
1969

Der Senator war dagegen, die öffentliche Meinung zurückhaltend. Trotzdem hat Nixon für das kostspielige Projekt eines Raketenabwehrsystems grünes Licht gegeben. Die militärischen Gründe sind vorgeschützt, die wahren sind ökonomischer Natur. In zwei oder drei Jahren werden die Chinesen über (...)

FORVM, No. 185

ČSSR: Moskaus Vietnam

Deklaration des Stockholmer Kriegsverbrechergerichtes, 1. und 2. Februar 1969
Mai
1969

Der Internationale Gerichtshof gegen Kriegsverbrechen wurde von Bertrand Russell ins Leben gerufen aus Anlaß des großen amerikanischen Verbrechens gegen das kleine vietnamesische Volk. Russell wandte sich an eine Reihe von Personen mit der Bitte, Mitglieder dieses Gerichtshofes zu werden; jene, (...)

FORVM, No. 186/187

Nach dem Frieden in Vietnam

Juni
1969

Den nachfolgenden Text mit dem Titel „Die unakzeptable Hilfe“ unterbreitete G. A. der Stockholm Conference on Vietnam, 16. Mai 1969. G. A. ist Mitglied des von Bertrand Russell initiierten Kriegsverbrechertribunals (vgl. ČSSR: Moskaus Vietnam. Erklärung des Stockholmer Kriegverbrechergerichtes, 1. (...)

FORVM, No. 186/187

Für jüdisch-arabische Symbiose

Juni
1969

I. Wenn der durchschnittliche Bibelleser die Grußanrede Jesu liest: „Der Friede sei mit euch!“, so erscheint ihm als christlich, was nichts anderes ist als die Übersetzung der normalen hebräischen Grußformel, ihrerseits identisch mit dem arabischen Normalgruß, der aus Karl May oder Haremsoperetten (...)

FORVM, No. 191/II

Wenig Tauben in Israel

Besuch im Jahre 3 nach dem Blitzsieg
November
1969

Bei Parlamentswahlen in Israel verlor die Koalition der Arbeiterparteien 5 Sitze (58 statt 63); sie gingen an die Koalition der Rechten („Gahal“, „Heruth“ plus Liberale: 27 statt 22). Über den Hintergrund berichtet E. R., Nahostspezialist von „Le Monde“, in der folgenden Serie, welche FORVM in (...)

FORVM, No. 192

Sprünge in Davids Panzer

II. Teil unseres Israelreports
Dezember
1969

Die Regel ist unerbittlich. Jeder Araber, der im Verdacht steht, einem Terroristen geholfen oder seine Anwesenheit der Polizei verschwiegen zu haben, muß der Zerstörung seines Hauses gewärtig sein. Verwandte oder Vermieter sind dabei oft unschuldige Opfer. Die israelischen Behörden stellen den (...)

FORVM, No. 197/II

Reise durch Aegypten

Mai
1970

Eric Rouleau, Nahostspezialist von „Le Monde“, unternahm seit dem Sechstagekrieg im Juni 1967 mehrere Reisen nach Israel und den arabischen Staaten. Seinen Bericht über Israel veröffentlichten wir 1969 (Eric Rouleau, Wenig Tauben in Israel, NF, Mitte November 1969, Sprünge in Davids Panzer, NF (...)

FORVM, No. 197/II

Unternehmen Goldmann

Mai
1970

Der Staat Israel, im Teufelskreis der Gewalt, gleicht kaum mehr der sozialistischen und pazifistischen Nationalheimstätte der Juden, von der die den großen Progromen Eintkommenen träumten. Die Gründer dieses Staates sind in den Krieg hineingeschlittert. Zumindest einen gibt es noch, der versucht, (...)

FORVM, No. 197/II

Warum ich Nasser treffen wollte

Mai
1970

Sie haben zu Journalisten gesagt: „Ich habe zweieinhalb Jahre darauf verzichtet, die Politik der israelischen Regierung öffentlich zu kritisieren, um nicht ihr Handeln in einer schwierigen Situation zu beeinträchtigen.“ Warum haben Sie dieses Schweigen plötzlich gebrochen? Weil ich besorgt bin, (...)

FORVM, No. 198/I

Reise durch Aegypten (II)

Juni
1970

Alle pessimistischen Prognosen, betreffend die ägyptische Wirtschaft, wurden von den Ereignissen widerlegt. Zum erstenmal seit vielen Jahren ist die Zahlungsbilanz aktiv, nachdem 1967/68 ein Defizit von mehr als 50 Millionen Pfund (rund 3,75 Milliarden Schilling) zu verzeichnen war. Die (...)

FORVM, No. 198/I

Umrüstung

Juni
1970

Im neutralen Österreich, im Herzen des europäischen Kontinents, brach innerhalb des letzten Jahres die Diskussion über den Sinn einer Landesverteidigung eruptiv aus. Unter der Decke brodelte es eigentlich schon Jahre hindurch, fast seit Beginn der Aufstellung des Bundesheeres 1955. Den Anstoß zur (...)

FORVM, No. 198/I

Organisierter Unfrieden

Juni
1970

I. Angesichts der Tatsache, daß das Wort Frieden jahrelang als kommunistische Vokabel diffamiert worden ist, ist allein schon dies: daß man die Notwendigkeit entdeckt hat, sich mit Frieden systematisch und wissenschaftlich zu beschäftigen, ein Fortschritt. Allerdings ist die Gefahr zu erkennen, (...)

FORVM, No. 200/201
An Abba Eban (Jerusalem):

Ihr werdet Preußen!

August
1970

Lieber Abba! Fast sechs Jahre lang las jeder von uns beiden aus streng geheimen Akten die Gedanken des anderen. Du bekamst von Eurer Londoner Botschaft Berichte über unsere vertraulichen Kabinettsberatungen, ich die Foreign-Office-Telegramme aus Tel Aviv. Nie wieder konnten wir so vertraulich (...)

FORVM, No. 200/201
Abba an Dick:

Schreib nächstes Mal an Nasser!

August
1970

Lieber Dick! Du hast Dich nicht im geringsten geändert. Das ist keine kleine Sache, wenn man aus sechs Jahren Ministertätigkeit mit so offenkundig unbeschädigtem moralischem Bewußtsein und literarischem Können hervorgeht. Ich wußte, daß Du tief in einer fernen Welt parlamentarischer Reformen, (...)

FORVM, No. 200/201

Landesverteidigungslügen

August
1970

Man mag das Bundesheer-Volksbegehren für unsinnig, für gefährlich, sinnlos, abenteuerlich, dumm halten: immerhin hat dieses Volksbegehren zum erstenmal seit 1945 die Grundsatzdiskussion über Fragen der Landesverteidigung in Österreich erzwungen. Die Problematik der militärischen Verteidigung wurde (...)

FORVM, No. 249/250

Rumpf-Palästina?

Organisationen und Ziele der Palästinenser
September
1974

Die politisch-militärische Organisation Al Fatha ist seit ihrem ersten Kommuniqué über die Durchführung von Guerilla-Operationen am 1.Januar 1965 unaufhörlich gewachsen und zur weitaus größten Formation des palästinensischen Widerstandes geworden. In ihr gibt es jedoch mehrere, zum Teil gegensätzliche (...)

FORVM, No. 286

Wie Karl Renner Österreich verriet

Oktober
1977

Dokument enthüllt: Renner war nicht nur für den Anschluß, sondern auch für das Münchner Abkommen. Skat & Widerstand Als im Februar 1934 die letzten Schüsse der Februarkämpfe verhallten, war die Partei, die die Republik gegründet hatte, illegal. Die sozialdemokratischen Führer befanden sich im (...)

FORVM, No. 293/294

Es war Vatermord

Friedrich Adlers Attentat vom 21. Oktober 1916
Mai
1978

Dem alten Herrn bleibt nichts erspart Der Gast war Ende Dreißig und fiel mit seinem dunklen Jackett unter den Adeligen, Beamten und Offizieren im Lokal nicht weiter auf. Mit seinem Wuschelkopf, mit Brille und Schnauzer mochten ihn die Stammgäste im Speisesaal im ersten Stock des Hotels Meißl (...)

FORVM, No. 299/300

Anschluß 1918

Deutschlands erster Griff nach Österreich
Oktober
1978

Zu den letzten Wehen der Kaiserreichs gehörte in den Anfangstagen des November 1918 auch der erste Anschlußversuch. Der Klagenfurter Historiker Norbert Schausberger, Professor an der dortigen Universität und Verfasser des Standardwerks über die Geschichte des Anschlusses (Der Griff nach Österreich, (...)

FORVM, No. 317/318

Im Meer von Blut kein Grund

Afghanistan und die Konsequenzen
Mai
1980

Militär geht im Kreis Afghanistan ist ein Staat von 650.000 Quadratkilometern und mehr als 20 Millionen Einwohnern. Auf einen Quadratkilometer kommen also im Durchschnitt 31 Personen (in Österreich 90, in der BRD 247). Staatsreligion ist der sunnitische Islam (im Gegensatz zum schiitischen (...)

FORVM, No. 331/332

Kiegsamis und Friedensruskis

Juli
1981

Das ist nicht neu. Beflissene Redner und Schreiber unterstellen denjenigen, die zunehmend Skepsis, ja Angst vor der atomaren Nachrüstung haben, Moskaublindheit. Und umgekehrt wird denjenigen, die die Stationierung von Mittelstreckenraketen und weitere Drehung der Rüstungsspirale durch (...)

FORVM, No. 333/334

Kernwaffenkrieg

Führer durch das Rüstungslabyrinth
September
1981

Das Gleichgewicht des Schreckens verblaßt angesichts neuer technischer Entwicklungen und militärischer Strategien. Mehrfachsprengköpfe der Raketen, ihre Lenkbarkeit, neue Waffen wie Cruise Missiles verführen die Militärs und Politiker zu einer neuen Doktrin: daß nämlich der den Gegner lähmende atomare (...)

FORVM, No. 335/336

Der gemeine Friede

Von der Knappheit zur Ganzheit
November
1981

Ivan Illichs neue Theorie der „Schattenarbeit“, daß sich hinter dem Mehrwertsektor eine Menge unbezahlter Plackerei in Haushalt, Verkehr usw. verbirgt, war kaum im FORVM skizziert (Jännerheft), erscheint es auch schon als Buch im Rowohltverlag, Hamburg. Diesmal definiert Illich die (...)

FORVM, No. 337/338

Breschnew darf nicht ausflippen

Februar
1982

ln Budapest zur Jahreswende las Willy Brandt, Vorsitzender der nach ihm benannten Kommission für Entwicklungshilfe, den Russen die Leviten in Sachen Entwicklungspolitik. Er tat’s auf seine Weise, behutsam und ein bissel umständlich, aber wahrhaft deutlich. Aus seinem Vortrag vor der Ungarischen (...)

FORVM, No. 337/338

... hat Polen keine raison d’être mehr

Engels aus Manchester an Marx in London
Februar
1982

Der deutschnationale Chauvinist Friedrich Engels schrieb am 23. Mai 1851 einen Brief an den Slawenhasser Marx, in dem er nicht mehr und nicht weniger andeutet, als daß er im Falle eines Sieges der Revolution in Europa Polen mit Rußland teilen würde (Quelle: Marx/Engels, Werke, Bd. 27, S 265 ff.). (...)

Wurzelwerk, Wurzelwerk 23

ALW zur Gewaltfrage

August
1983

Die installierte Gewalt zieht eine Gegengewalt nach sich: Die Revolte der Unterdrückten oder der Jugend, die entschlossen für eine gerechtere und bessere Welt kämpft. Wenn der Protest gegen die Ungerechtigkeit auf die Straße kommt, dann glauben die Autoritäten, das Recht und die Pflicht zu haben, (...)

Wurzelwerk, Wurzelwerk 25

AL Tirol und der Frieden

November
1983

FRIEDENSBEWEGUNG — Die Alternative Liste Tirol unterzeichnet den Linzer Appell, den Friedensappell der Österreichischen Bischöfe und den Aufruf zur Friedensdemonstration am 22. Oktober 1983 in Wien. Die ALT steht nicht unkritisch zu den drei Appellen: Das Bundesprogramm der Alternativen Liste (...)

FŒHN, Heft 6

Ein Landeshauptmann im Weltkrieg

Teil 2
Januar
1986

Josef Schumacher, Tiroler Landeshauptmann in der Zeit des Austrofaschismus, war im 1. Weltkrieg an der österreichisch-ita­lienischen Front im Einsatz. Von seinem Heldenleben kündet ein Konvolut jüngst aufgestöberter Karten und Briefe aus dem Felde. In diesen Mitteilungen, gerichtet an Mutter und (...)

FŒHN, Heft 9

Hat der Bau von Straßen und Schienenwegen auch militärische Bedeutung?

Januar
1987

Für ein von seinen landschaftlichen Voraussetzungen her schwer zu überwindendes Terrain besitzen Wege, Straßen, Bahnen in militärischer Hinsicht eine herausragende Bedeutung. Das war in den bisherigen Kriegen so und ist auch jetzt wieder so, wo die beiden Blöcke — hinter der entfachten und geschürten (...)

FORVM, No. 406-408

Geschichte und deutscher Sinn

Oktober
1987

Im Jahr 1986 brach unter namhaften deutschen Historikern ein Streit um die geschichtliche Einmaligkeit, Singularität des Holocaust aus. Der „Historikerstreit“ wurde vom Piper Verlag als Buch publiziert. Der Kommentar des im österreichischen Exil lebende slowakischen Schriftstellers Ladislav Mňačko (...)

FORVM, No. 411/412

Vernichtungsfeldzug mit Hilfe

März
1988

Seit Indonesien die portugiesische Kolonie Osttimor widerrechtlich annektierte, ermordeten Angehörige der Indonesischen Sicherheitskräfte ein Drittel der Bevölkerung, führen einen grausamen Krieg auf allen Ebenen, doch die Weltöffentlichkeit will von den 300.000 Toten nichts wissen. Begonnen hat (...)

FORVM, No. 411/412

Von Krucken-, Haken- und anderen Kreuzen

März
1988

Vor fünfzig Jahren, im März 1938, hat Österreich in einem Begeisterungstaumel sondergleichen seine staatliche Selbständigkeit aufgegeben, und ist von Nazideutschland annektiert worden. In der Folge — während der letzten sieben Jahre des „tausendjährigen Reiches“ wurden Österreicher an den deutschen (...)

FORVM, No. 411/412

Schleichzeich!

Offener Brief an Kriegsteilnehmer
März
1988

Werte Vorgeborene! Wann werdet Ihr endlich Euer Schweigen brechen? Vierzig Jahre warten wir nun schon vergeblich auf Eure persönlichen Rechenschaftsberichte. Doch Ihr wollt nicht Rechenschaft geben, Ihr denkt in all Eurer geistigen Beschränktheit eher an Revanche denn an Reue. Ihr habt nichts (...)

FORVM, No. 415/416

Ferien vom Ich

Juli
1988

„Eines Abends ging Hitler in ein Kino, in dem Kellermanns ‚Tunnel‘ gegeben wurde“, erinnert sich ein Mitbewohner des Wiener Obdachlosenasyls aus dem Jahr 1913, „Hitler wurde fast verrückt. Der Eindruck war so stark, daß er tagelang von nichts anderem sprach“ (Domarus, „Hitlerreden“ 44) und dreißig (...)

MOZ, Nummer 40
Namibia, Südafrika:

Unabhängigkeit und Isolation

April
1989

Während der südafrikanische Apartheidstaat zunehmend in Isolation und wirtschaftliche Schwierigkeiten gerät, bereitet sich Namibia auf die Unabhängigkeit vor. Namibia, dreimal so groß wie die Bundesrepublik Deutschland, voll schmerzhafter Geschichte, kommt seiner Unabhängigkeit näher. Die Besetzung (...)

MOZ, Nummer 40

„Land gegen Frieden“

April
1989

Abba Eban war von 1966-1974 israelischer Außenminister. In einem Artikel der „New York Times“ sprach sich Eban Anfang Januar für einen direkten Dialog zwischen Israel und der PLO aus. Georg Stein sprach mit Abba Eban in Den Haag. MOZ: Die Mehrheit der PLO hat nun auf dem Nationalrat in Algier das (...)

MOZ, Nummer 46
Bertha von Suttners „Die Waffen nieder!“

Pazifistischer Agitprop

November
1989

Da aus jedem Schüler ein Vaterlandsverteidiger herausgebildet werden soll, so muß doch schon des Kindes Begeisterung für diese seine erste Bürgerpflicht geweckt werden; man muß seinen Geist abhärten gegen den natürlichen Abscheu, den die Schrecken des Krieges hervorrufen könnten, indem man von den (...)

MOZ, Nummer 50

Vorkriegszeit?

März
1990

„Noch 18 Tage bis zur Freiheitswahl.“ „Noch 17 Tage bis zur Freiheitswahl.“ Seit Wochen erscheint Deutschlands meist durchgeblättertes Medium, die „Bild“-Zeitung, mit auf den Tag X hinnumerierter Kopfzeile. Der Tag X, erster und letzter Wahltermin der DDR, ist gleichzeitig die Stunde Null. Ab dann (...)

MOZ, Nummer 50
Tragödie im Transkaukasus:

Aserbaidschaner gegen Armenier gegen Russen

März
1990

Was sich heute zwischen Aserbeidschanern und Armeniern jenseits des Kaukasus abspielt, ist für manche ein Blick in die Zukunft des gesamten sowjetischen Imperiums. Schon spüren auch Moskauer Juden etwas von der Pogromstimmung, die die fanatisierte Pamjat-Bewegung in der sowjetischen Hauptstadt (...)

MOZ, Nummer 55
Unser Öl, ihr Öl:

30 Jahre Golfkrieg

September
1990

Es geht ums Öl. Völker- und Menschenrechte müssen sich dem Kampf ums ‚schwarze Gold‘ unterordnen. England, Frankreich und — später — die USA stehen seit dem Ende des Osmanischen Reiches den Arabern gegenüber. Hintergründe, die die aktuelle Krise am Golf wohl eher erklären als das allseitig (...)

MOZ, Nummer 55

Bombardiert Bagdad!

Die Folgen transatlantischer Gehirnerweichung
September
1990

Mein Name ist Hase Ich weiß von nichts Ist hier was geschehen Ich hab nichts gesehen ... (Deutscher Schlager) Saddam Hussein hat es geschafft. Er hat vereinigt. Den Westen. Den Osten. Am irakischen Fallbeispiel proben sie die eine und einzige und letzte Welt. An den Drehbüchern der Eskalation (...)

MOZ, Nummer 55
Contras in Nicaragua:

Mission beendet

September
1990

Die sandinistische Revolution ist zu Ende. Und mit inr der gegen sie gerichtete Terror der Contras. Die 10 Jahre lang von den USA unterstützten antisandinistischen Verbände geben nun ihre Waffen ab. Sie fühlen sich als Sieger, ihre Mission ist vollbracht. Der strömende Regen unterstrich, daß eine (...)

MOZ, Nummer 56
Sri Lanka

Unerbittlicher Krieg

Oktober
1990

Tausende Todesopfer hat der Kampf zwischen sinhalesischen Streitkräften und tamilischen „Befreiungstigern“ gefordert. Ein Ende des Dramas ist nicht abzusehen. „Sie haben meinen Sohn ermordet“, schreit Seethai Devi hysterisch und hält dabei ein Stück des Plastikpersonalausweises ihres Sohnes, Nadaraja (...)

MOZ, Nummer 57
Funktionswandel der Vereinten Nationen:

US statt UN

November
1990

Der Kalte Krieg ist vorbei. Im Golf könnte der heiße bevorstehen. Die Politik der UNO paßt sich den Welt-Neuordnungsplänen an. Präziser: Sie wird angepaßt. Der Kalte Krieg ist beendet, die Rivalität zwischen den Supermächten ist vorbei, umfassende Verständigung und zuverlässige Zusammenarbeit sind an (...)

MOZ, Nummer 57
Peru

Intensiver, anhaltender Krieg

November
1990

Der peruanische Präsident Fujimori beharrt auf seiner wirtschaftlichen Schocktherapie und schlägt Verhandlungsangebote der Guerilla aus. Präsident Fujimori hat die Hoffnungen auf einen Dialog mit der Guerilla zunichte gemacht. Ende September hatten Angehörige der zweitgrößten peruanischen (...)

FORVM, No. 445-447
Faisal Aweidah, PLO, Wien

Was ist passiert?

6. März 1991 — Interview
März
1991

Wie sehen Sie die Lage am Golf? Basra ist von den Amerikanern mehr oder weniger kontrolliert. Daher die von den USA gesteuerten Unruhen und sogenannten Protestdemonstrationen. Ansonsten ist die Situation durchaus wieder unter der Kontrolle der irakischen Regierung. Das Volk steht mehrheitlich (...)

FORVM, No. 445-447

Die wahren Motive für die Intervention in Arabien?

Die wenig bekannten Hintergründe eines bekannten Eingriffs
März
1991

Auf Jamaica erschien die nachstehende Analyse in „The Dayly Gleaner“, einer von zwei großen Tageszeitungen, am 13. Jänner, also zwei Tage vor Ablauf des UN-„Ultimatums“ — Waldheim war wohl grad in Amman oder schon wieder zurück, der jordanische König und Mitterand versuchten noch Frieden zu stiften. Als (...)

FORVM, No. 448-450

Sieg und Kriegen

Mai
1991

Peymann begehrte mit Claudius, nicht schuld zu sein. Die ganze UN-Welt begehrte das Gegenteil, aber wußten die eigentlich, was das heißt? Siege sehen anders aus Im „Forvm“, März-Heft, prophezeite ich: „Die ‚westliche Wertegemeinschaft‘, im Grunde eine AG Kapital Global, dankt moralisch in diesem (...)

FORVM, No. 448-450

Die Palästinenser sind die Juden

Mai
1991

Ihre Recherchen über Waldheim haben das FORVM mit Antifaschismus geschmückt, ihr nachstehender Beitrag läßt sich auch als Illustration zu dem nebenstehenden von Karl Pfeifer lesen. -Red Erstens sei vorweggenommen, und damit ein für allemal festgestellt und auch durch die Geschichte und in den (...)

FORVM, No. 448-450

Realitätsflucht oder Friede

Mai
1991

Der Autor, 1928 in Baden bei Wien geboren, emigrierte 1938 über die Schweiz, Italien und Jugoslawien nach Ungarn und kehrte 1951 nach Österreich zurück, wo er unter Pseudonymen und eigenem Namen in »AZ« und FORVM publizierte. Der zwischen 1980 und 1987 viermal aus Ungarn ausgewiesene Journalist ist (...)

FORVM, No. 455

Die Kriegserklärungen der österreichischen Presse

Oktober
1991

Die kursiv gesetzten Zitate sind am 2. Juli wörtlich erschienen. Den Wahrheitsbeweis, mit Grüßen an Schalek, treten wir gerne an. Vorbereitungen zum Krieg Die Kufsteiner Jäger haben schon Grenzerfahrung aus dem Assistenzeinsatz im Burgenland. (Presse) Ein Krieg löst oft einen anderen ab. Der (...)

FORVM, No. 456

Die Zerstörung Kroatiens

Rede in Wien, am 19. November 1991, Alte Schmiede*
Dezember
1991

Ich muß Ihnen, zu meiner Trauer und zu ihrem Entsetzen, gleich im ersten Satz mitteilen, daß ich aus dem einzigen Land der Welt komme, in dem ein brutaler, ungerechter, durch nichts hervorgerufener, ja sogar — welch eine Ironie! — nicht einmal erklärter Krieg geführt wird: ich komme nämlich aus der (...)

FORVM, No. 460/461

Die fremden Brüder

Mai
1992

Ort der Handlung: Eine Straße an der ehemaligen österreichisch-russischen Grenze. Die Straße steigt steil an, bildet eine Wölbung, fällt dann steil und plötzlich ab. Zeit der Handlung: Gegenwart. Es ist silberne Mondnacht. Milchweißes Licht über dem winterlichen Heideland. Auf der Straße, die gegen (...)

FORVM, No. 465-467

Einige Fragen an Peter Pilz

Offener Brief* vom 11. September 1992
November
1992

Im FALTER Nr. 33/92 stellt der Wiener Kommunalpolitiker Peter Pilz in Form eines Kommentars drei Fragen in den Raum, deren prompte Beantwortung dem Leser eine begrenzte UN-Militärintervention in Bosnien als die vernünftigste Lösung im dort herrschenden Bürgerkrieg nahelegen soll. Damit „legt er (...)

FORVM, No. 465-467
Lieber, verehrter Herr Anders

Die Bombe küßt niemanden

November
1992

Lieber, verehrter Herr Anders, zu der unsäglichen Rezension von Werner Fuld in der ›FAZ‹ vom 26. September, die mich in unverfrorener und total irreführender Weise für eine nur der ›FAZ‹ passende Anders-Kritik in Anspruch nimmt, schicke ich Ihnen eine Kopie meines Leserbriefes dazu. Hoffentlich (...)

FORVM, No. 465-467

Groll und der Balkankrieg

Wiener Prater, das „Volksfest“ auf der Jesuitenwiese, Samstag Mittag
November
1992

Groll, ein Rollstuhlfahrer aus Wien-Floridsdorf, sitzt im »Café des 21. Bezirks« vor zwei halbvollen Gläsern Zweigelt und studiert die Todesanzeigen in der Zeitschrift »Der fortschrittliche Rentner«. Hin und wieder schüttelt er betrübt den Kopf, manchmal entringt sich ihm auch ein Seufzer der (...)

FORVM, No. 473-477

Dialektik der Gewalt

Juli
1993

Der Autor dieser Studie über die „ethnischen“ Gruppen und Konflikte in Bosnien-Herzegowina war Professor für Politikwissenschaften und Sozialpathologie an der Universität Sarajewo, als es diese noch gab. Seit einem Jahr wird in Bosnien-Herzegowina ein Krieg geführt, der einer der grausamsten in der (...)

FORVM, No. 473-477

Politik, Krieg und Moral

Juli
1993

In einem allerdings läßt Bosnien einen eher gespenstischen Rückschluß aufs Dritte Reich zu: Vermutlich hätte niemand Hitler Widerstand geleistet, wenn er sich darauf beschränkt hätte, Juden und Zigeuner auszurotten. PM. Lingens »Standard« vom 16./17.1.1993 Moral = Kriegshetze Die europäische (...)

FORVM, No. 496-498

Jeder Tag ist ein Freudentag
oder
Das erste Gebot

Juni
1995

Krieg und Gewalt, Auschwitz und Hiroshima ist für alle, die das Schlamassel am eigenen Körper, in meinem Fall in falscher Haut, erlebten und nur durch Wunder überlebten, kein Thema für Ansprachen oder Vorträge. Aber persönlich-privates Trauma, Zeugenaussage, eine Art Bekenntnis. Über einen Alptraum (...)

FORVM, No. 496-498

Lob der Unangenehmheit

»Über einen Fehler unsrer Tugend« und seine Wiederholung — »Ja oder nein?«
Juni
1995

Bei der Vorbereitung bin ich wieder einmal darauf gestoßen worden, daß Günther Anders ein äußerst unangenehmer Mensch war. Immer wenn ich mich hingesetzt habe, um irgendwas aufzuschreiben, imaginiert sich mir der und macht mir Einwände und pflanzt mich hin und her, so ungefähr: Er sagt, was machst (...)

EuropaKardioGramm, EKG 5-6/1995
Jugoslawien

Krieg den Hütten, Friede den Palästen

Oktober
1995

In den letzten Wochen des Krieges kann keine der Parteien sich mehr Sentimentalitäten leisten. Jetzt muß schnell miteinander abgemacht werden, was abzumachen ist. Wenn dabei auf allen Seiten die eigentlichen Absichten unerwünscht deutlich zu Tage treten, muß man das halt in Kauf nehmen. Drei (...)

Context XXI, Political Culture

Ein Entschuldigungsbrief oder der erste Brief aus der Fremde

Geschrieben in Wien, am 15.08.1991
Oktober
1995

Dies ist kein gewöhnlicher Brief. Es ist ein Brief an die Heimat, die ich vorübergehend oder für längere Zeit verlassen habe. Es ist ein Brief der erklären soll, soweit man überhaupt erklären kann, warum man der Heimat den Rücken kehren kann. Es ist ein Versuch einen Brief über etwas zu schreiben, wo (...)

Context XXI, ZOOM 1/1996

Good morning, Bosni@

Januar
1996

Mit ihrer Landung in Bosnien sind die amerikanischen IFOR-Truppen auch ins World Wide Web einmarschiert. Nicht mehr CNN, das Internet ist das aktuelle Medium des Krieges. „Willkommen bei BosniaLINK, dem offiziellen Informationssystem über die US-Militäraktivitäten in der Operation JOINT ENDEAVOR.“ (...)

Context XXI, ZOOM 2/1996

In der Wolga versenken

Friedrun Huemer über ein Kriegerdenkmal, mit dem die Täter ihren Opfern verzeihen
März
1996

Am 8. Juni wurde in Wolgograd, dem früheren Stalingrad, ein Denkmal für die Opfer der Schlacht von 1943 eingeweiht. Friedrun Huemer, Wiener Landtagsabgeordnete der Grünen und Vorstandsmitglied von SOS-Mitmensch, versuchte drei Jahre lang, das „Versöhnungsdenkmal“ (Junge Freiheit) zu verhindern. (...)

Context XXI, ZOOM 3/1996

Unverpackte Schiffsladung

Juni
1996

Geschichtsverfälschung und paradoxe Darstellungen der Flüchtlingsdramen beherrschten die Berichterstattung über Liberia. Während LiberianerInnen auf überfüllten Schiffen im Meer herumirrten und nirgends landen durften, wurden AmerikanerInnen und EuropäerInnen über die Luftbrücke der US-Militärs (...)

Context XXI, ZOOM 3/1996

Sand in die Augen

John Bunzl* über die Wahlen in Israel und deren politische Auswirkungen.
Juni
1996

ZOOM: Die Wahlen in Israel sind geschlagen. Wie sieht die Mehrheit Netanyahus in der Knesset aus? John Bunzl: Netanyahu wird in erster Linie von den religiösen Parteien unterstützt, die bei den Wahlen besonders erfolgreich waren. Aber auch die Partei Der dritte Weg – eine Abspaltung der (...)

Context XXI, ZOOM 6/1996

Friedensprozeß statt Frieden

Oktober
1996

Uri Avnery war Abgeordneter der Knesseth, friedenspolitischer Berater verschiedener Regierungspolitiker (u.a. auch von Bruno Kreisky). Heute ist er prominenter Aktivist der israelischen Friedensbewegung, Publizist und Journalist in Tel Aviv. ZOOM: Wie sehen Sie die Chancen für den (...)

Context XXI, ZOOM 6/1996

Großmachtstreben in Kurdistan

Oktober
1996

Der Angriff der irakischen Armee in den kurdischen Gebieten war eine Reaktion auf den Einmarsch iranischer Truppen. In den vergangenen Wochen gab es wieder einmal schwere Auseinandersetzungen zwischen der Demokratischen Partei Kurdistan (KDP) und der Patriotischen Union Kurdistan (PUK) in der (...)

Streifzüge, Heft 1/1997

Auferstanden aus Modernisierungs-Ruinen

Das Buch von Ernst Lohoff über Wallensteins Lager in Jugoslawien
März
1997

Ernst Lohoff: Der dritte Weg in den Bür­gerkrieg. Jugoslawien und das Ende der nachholenden Modernisierung. Bad Honeff: Horlemann — edition krisis. Während die einen vom Ausbruch animalischer Instinkte schwatzen, die anderen über die Serben als die neuen Nazis schwadronieren und der Rest sich mit (...)

Context XXI, ZOOM 4+5/1997

MachtMythen

Juni
1997

Die Geschichte der Teilnahme von Frauen am Krieg ist genauso alt wie die von Kriegen und sie endet nicht mit dem Zweiten Weltkrieg. Konflikte sind lediglich aus dem EU-Europa ausgelagert, die Geschichten der Kriege der letzten 50 Jahre aus den Köpfen verbannt. Denkanstöße gegen die Verdrängung und (...)

Context XXI, ZOOM 6/1997

Naher Osten

Oktober
1997

Im Januar 1997 kam es auf Zypern zu der sogenannten Raketenkrise, als der griechische Teilstaat russische Luftabwehrraketen installieren wollte. Die Türkei drohte, die USA konnten mit stärksten Druck vermitteln. Die Türkei und Israel verkündeten Anfang Mai 1997 eine gemeinsame Verteidigungsdoktrin. (...)

Context XXI, ZOOM 7/1997

Das Land der offenen Fragen

Zwischen Massensterben und „Rest-Terrorismus“
November
1997

Die internationale Gemeinschaft müsse „Mittel und Wege“ finden, um die Gewalt in Algerien zu beenden, meinte UNO-Generalsekretär Kofi Annan. Hat ihm jemand zugehört? Im bald sechsjährigen bewaffneten Konflikt Algeriens, dessen gebräuchliche Bezeichnung als „Bürgerkrieg“ zunehmend absurder wirkt, ist (...)

Context XXI, ZOOM 1/1998
Heinz Gärtner:

Modelle eu­ropäischer Sicherheitspolitik

März
1998

Braumüller, ÖIIP, Wien 1997, 158 S, öS 275,— Heinz Gärtner hat mit seinem eben erschiene­nen Buch „Modelle europäi­scher Sicherheit“ eine sehr gute Einführung zum The­ma vorgelegt. Darüberhinaus liefert er auch einen Einblick in die angloamerikanische Schule der „Theorie inter­nationaler Beziehungen“: (...)

Context XXI, ZOOM 2/1998
Helmut Türk:

Österreich im Spannungsfeld von Neutralität und kollektiver Sicherheit

Mai
1998

Die Neutralitätspflichten waren über Jahrzehnte in der Völkerrechtswissenschaft unbestritten: Der Neutrale hat sich jeglicher militärischer Un­terstützung der Kriegspartei­en zu enthalten, Handelsbe­schränkungen auf alle Kriegs­parteien gleichmäßig anzu­wenden, weiters militärische Handlungen der (...)

Context XXI, ZOOM 3/1998

Codenummer K28

Juni
1998

Fritz Molden war im österreichischen Widerstand gegen das Dritte Reich und nach Kriegsende Mitglied eines antisowjetischen Untergrundnetzes. In den fünfziger Jahren war er Redakteur und Herausgeber der Tageszeitung Die Presse und von 1957 bis 1960 Mitglied des Politischen Komitees des (...)

Context XXI, ZOOM 4/1998
Der Konflikt in Kosov@*

Von der Politik zum Krieg und zurück zur Politik?

Oktober
1998

Mit den Ereignissen in Drenica Ende Februar/Anfang März erhielt der Kosov@-Konflikt die volle Aufmerksamkeit der internationalen Gemeinschaft. Und wieder reagierte die Welt, allen voran aber Europa, überrascht, schockiert und unvorbereitet. Seit Herbst letzten Jahres war es offensichtlich, daß (...)

Context XXI, ZOOM 4/1998
Perú und Ecuador:

Ein Grenzkonflikt am Rande der Lächerlichkeit

Oktober
1998

Seit nunmehr einem Jahr werden die Andenstaaten in Südamerika von dem Naturphänomen El Niño geplagt, und dem nicht genüge, finden Perú und Ecuador noch immer ausreichend Raum und Zeit, ihren jahrzehntelangen Grenzkonflikt weiter zu schüren. Die Schwierigkeiten an der peruanisch-ecuadorianischen (...)

Context XXI, ZOOM 4/1998

Neutralität oder NATO oder ...?

Kritische Anmerkungen zum Handbuch von Klaus Heidegger und Peter Steyrer
Oktober
1998

Mit dem Band von Klaus Heidegger und Peter Steyrer liegt der bisher fundierteste und umfassendste Beitrag aus dem NATO-kritischen Spektrum zu dem Thema „Österreich und die NATO“ vor. Besonders gut dargestellt ist dort die Rolle des Verteidigungsministeriums und der Militärs beim Einpeitschen der (...)

Context XXI, ZOOM 4/1998
Hans Kronberger:

Blut für Öl

Oktober
1998

Uranus Verlag, Wien 1998, 190 S, öS 198,— Kronberger ist Journalist, Lektor und FPÖ-Abgeordneter im Europäischen Parlament und setzt sich für erneuerbare Energieträger ein, weil sie Frieden bringen und Kriege um Rohstoffre­serven verhindern sollen, wie in den Kapiteln 6 und 7 nachzulesen ist. Das (...)

Context XXI, ZOOM 5/1998

NATO oder Neutralität oder ...?

Eine Replik
November
1998

Franz Schandls Kritik am Buch „NATO-Streit in Österreich“ („Neutralität oder NATO oder ...?“ in ZOOM 4/98) ist grundlegend. Sie zeigt blinde Flecken an, kritisiert manche Position und mißversteht auch die eine oder andere. Sie bleibt aber immer konstruktiv. Insofern ist eine Antwort wohl mehr als (...)

Café Critique, Jahr 1999

Die letzte Nacht vor der Maßnahme: Hanns Eisler, Karl Kraus und Bertolt Brecht

 
1999

Im Jahr der Uraufführung der Maßnahme war in Berlin noch eine andere, weniger bekannte Bühnenmusik Hanns Eislers uraufgeführt worden: im Jänner 1930, 11 Monate vor der Maßnahme, ging Die letzte Nacht von Karl Kraus – der Epilog aus den Letzten Tagen der Menschheit - mit Eislers Musik Opus 36,2 in (...)

Context XXI, ZOOM 1/1999

Ein anderer Weg zur Auslöschung

Die Kolumbianisierung des Chiapas-Kopflikts
Januar
1999

Entgegen dem, was die offizielle Propaganda verkündet, führt die militärische Belagerung zum Zwecke der Aufstandsbekämpfung durch die Regierung von Ernesto Zedillo im Bundesstaat Chiapas zu einer militärischen Lösung des Konflikts, der den mexikanischen Staat bereits seit mehr als vier Jahren mit der (...)

radiX, Texte

Bombardiert das deutsche Hauptquartier

März
1999

Der nachfolgende Text entstand im März 1999 als Aufmacher für die Zeitschrift ÖkoLinX, Heft 30, die leider nicht erschien. Jugoslawien wird, wie der NATO-Oberkommandierende General Wesley Clark formulierte, systematisch angegriffen und verwüstet. Die Bomben der westlichen Wertegemeinschaft treffen (...)

Context XXI, ZOOM 2/1999

Stoppt den Krieg!

Aufruf zu antimilitaristischen Aktionen gegen den Krieg in Jugoslawien
März
1999

Nach mehreren Wochen Bombardements und Vertreibungen ist ein Ende des Krieges noch lange nicht absehbar. Und während woanders, in Rom beispielsweise (und dort mit sichtbarem Einfluß auf die Position der Regierung), Zehntausende auf die Straßen gehen, um aus einer klaren antimilitaristischen (...)

Context XXI, ZOOM 2/1999
NATO – Anarchie

Bomben auf das Völkerrecht

März
1999

NATO-Bombardements auf Jugoslawien stellen einen inflagranten Bruch des Völkerrechts dar und können völkerrechtlich nicht gerechtfertigt werden. Es ist ein beliebtes Ritual der Politik und vieler Medien, rechtswissenschaftliche Lehrmeinungen gegeneinander auszuspielen, um sich nach Belieben (...)

Context XXI, ZOOM 2/1999

„Irrational und rachsüchtig“

März
1999

Im folgenden dokumentieren wir die Antwort Noam Chomskys auf eine im Netz-Forum des US-amerikanischen Z-Magazins an ihn gerichteten Frage über die Gründe für den US/NATO-Krieg gegen Jugoslawien, die unserer Auffassung nach einige interessante Hinweise enthält. Frage: Inwieweit hängt die Anwendung (...)

Context XXI, ZOOM 2/1999

Briefe aus Budapest

März
1999

6. April 1999 Tausende von Leuten aus Serbien sind bereits nach Ungarn gekommen, auch einige unserer Freunde. Frauen, Kinder, Ältere und einige Männer, die vor der Intervention kamen. Die Grenze wurde vor zwei Wochen für alle Männer zwischen 18 und 60 Jahren geschlossen. Der Umfang der (...)

Context XXI, ZOOM 2/1999

Bombardements und Medienkrieg

März
1999

Die Tragödie der kleinen und armen Stadt Aleksinac, die hauptsächlich von Bergarbeitern bewohnt wird und auf deren Häuser vor einigen Tagen Bomben fielen, bestimmen immer noch die Gefühle der Menschen, denen zumindest gelegentlich bewußt wird, daß die Bomben der waffenschwingenden Weltmacht (...)

Context XXI, ZOOM 2/1999

Für eine neue Friedensbewegung

März
1999

Die USA, ihre Verbündeten und die ihnen untergeordneten Staaten haben die internationale Lage durch ihren Angriffskrieg gegen Jugoslawien entscheidend verändert. Es liegt aber nicht allein an den USA, ob die Vereinten Nationen nun zu einer Institution ähnlich dem Völkerbund nach der japanischen (...)

Café Critique, Jahr 1999

Albaner auf Schindlers Liste

Über den NATO-Einsatz gegen Auschwitz
April
1999

Während Ostern seit je Wagners Parsifal gegeben wird, bringt das österreichische Fernsehen nun zusätzlich am Karfreitag Schindlers Liste. Erlöst der „reine Tor“ auf der Bühne durch bloße Keuschheit die Gralsritter von der „ewigen Jüdin“ Kundry und rettet den heiligen Gral, so zeigt der reine Unternehmer (...)

Streifzüge, Heft 2/1999

Albaner auf Schindlers Liste

Über den NATO-Einsatz gegen Auschwitz
Juni
1999

Während Ostern seit je Wagners Parsifal gegeben wird, bringt das österreichische Fernsehen nun zusätzlich am Karfreitag Schindlers Liste. Erlöst der „reine Tor“ auf der Bühne durch bloße Keuschheit die Gralsritter von der „ewigen Jüdin“ Kundry und rettet den heiligen Gral, so zeigt der reine Unternehmer (...)

Streifzüge, Heft 2/1999

Morden darf nur der Norden

Juni
1999

Auf diese grobe Grundformel könnte man die Neueste Weltordnung bringen, die da soeben an Jugoslawien ihr erstes Exempel statuiert. So stellt sich das allzuständige und mächtige kapitalistische Abendland, die NATO, die Welt vor: Es regiert, es definiert, es bombardiert. Wer zivilisiert ist, (...)

Streifzüge, Heft 2/1999

Der Bock ist nicht der Gärtner

Juni
1999

50 Jahre nach ihrer Gründung scheint die politische Klasse der Bundesrepublik endlich am Ziel ihrer außenpolitischen Wünsche angelangt zu sein: Deutschland hat als ein ganz normales „demokratisches Land“ das Menschenrecht auf Militäreinsatz wiedererlangt und darf im Rahmen der NATO mitbomben für die (...)

Context XXI, Heft 1-2/1999
Die Republik, der Krieg und die Flüchtlinge

Wann wer verfolgt wird, bestimmen wir

Juni
1999

Kein anderes Land versteht es wie Österreich, sich als blühender Garten des Humanismus darzustellen und ihn gleichzeitig bei jeder sich bietenden Gelegenheit mit der größten Selbverständlichkeit und der harmlosesten Miene zu mißachten und zu untergraben. Daß in diesem Land der NATO-Krieg gegen das (...)

Context XXI, Heft 1-2/1999

Censorship from the sky

Diskussion zur Situation der unabhängigen Medien in Jugoslawien
Juni
1999

Am 10. Juni fand — während in der Zeit im Bild das Ende des Kosovo-Krieges verkündet wurde — eine Podiumsdiskussion zum Thema „war, web & the media“ statt. Wie ist die Situation der unabhängigen Medien in Jugoslawien, wie können sie unterstützt werden? So die angekündigten Fragestellungen, die von (...)

Context XXI, Heft 1-2/1999

NOTO KOSOWAR

Vermischte Bemerkungen zu einigen Kriegsbildern
Juni
1999

Bereits in der letzten Ausgabe veröffentlichten wir Bilder aus der Serie NOTO KOSOWAR ([NOTO-WEB->https://web.archive.org/web/20010501233715/http://www.t0.or.at:80/~noto). In der vorliegenden Ausgabe finden Sie wieder Bilder von Bildern des Krieges aus dieser Serie. Der folgende Text ist auch (...)

Context XXI, Heft 1-2/1999

Kollateralschaden

Zu den Bildern der Belgrad Winterproteste, November/Dezember 1996
Juni
1999

Den NOTO KOSOWAR-Kriegsbildern von Christian Helbock stellen wir in diesem Heft Fotos aus einer Dokumentation der Wochenzeitung Vreme über die Winterproteste 1996/97 in Belgrad gegenüber. Mit täglichen Massenprotesten setzte damals das Oppositionsbündnis Zajedno („Gemeinsam“) aus Demokratischer (...)

Context XXI, Heft 1-2/1999

Militärbündnis EU

Schnelles Einlenken der bündnisfreien EU-Mitglieder
Juni
1999

Am Berliner Regierungsgipfel wurde die Verschmelzung von EU und WEU fixiert. Offen ist noch, ob die NATO Kern der EU-Militärpolitik bleibt — beziehungsweise wie sich die EU in militärpolitischen Fragen gegenüber den USA positioniert. Als Konsequenz aus dem Krieg im Kosovo, der das zweitägige (...)

radiX, Nummer 2

Wenn der nationale Wahn einmal ausgebrochen ist ...

Juni
1999

... scheint er immer noch große Teile der Linken anzusprechen. Auch wenn es sich angesichts der Kriegsgreul, Vertreibungen und NATO-Bomben wie eine Nebensache anhört, so ist das Verhalten vieler Gruppierungen der Österreichischen Linken symptomatisch für ihre unreflektierte Unterstützung aller (...)

radiX, Nummer 2

Grüne Kriegshetze

Juni
1999

Kaum eine Bewegung hat es schneller geschafft von zumindest teilweise systemoppositionellen Positionen in die Regierungen der Europäischen Staaten zu schaffen. Auch kaum eine Bewegung hat es in der Geschichte so schnell geschafft vom AntimilitaristInnen-Bewegung zur Kriegspartei zu werden wie (...)

radiX, Nummer 2

Eine ökologische Krise auf dem Balkan zeichnet sich ab!

Juni
1999

Daß Kriege oder auch nur die Vorbereitung von Kampfhandlungen enorme Folgen für die Menschen beziehungsweise für die Umwelt haben, ist bekannt. Ob es sich um den Einsatz des Entlaubungsmittels Agent Orange im Vietnamkrieg handelte, oder um russische Atom-U-Boote, die im Hafen von Murmansk vor sich (...)

radiX, Nummer 2

Kurdistan, Türkei und die Befreiung

Juni
1999

Die Verhaftung und völkerrechtswidrige Entführung des PKK-Vorsitzenden Abdullah Öcalan hat wieder einmal für kurze Zeit die Unterdrückung der KurdInnen durch den Türkischen Staat in das Licht der Öffentlichkeit gerückt. In Europa sorgte mensch sich aber mehr um befürchtete Ausschreitungen von (...)

Café Critique, Jahr 1999

Mountainbiker kontra Waldläufer

Über Handkes Fahrt nach Serbien und Peymanns Fahrt nach Berlin
Juli
1999

Das Stück spielt „ein Jahrzehnt nach dem vorläufig letzten Krieg in Jugoslawien“: ein amerikanischer und ein spanischer Regisseur wollen gemeinsam einen Film über diesen Krieg drehen. Zu diesem Zweck lassen sie sich in einer Art weltanschaulichem Casting oder theatralischem Hearing die Parteien und (...)

Café Critique, Jahr 1999

Ressentiments in Aktion

Psychologische Kriegführung in Deutschland und Österreich
Juli
1999

In den 90er Jahren findet eine erstaunliche Auslagerung, ein Outsourcing von Propaganda statt: Kroatien, Bosnien-Herzegowina und zuletzt die Albaner engagierten eine amerikanische Public Relation-Firma, um die politische Öffentlichkeit in den USA, die ursprünglich proserbisch und gegen die (...)

Context XXI, Heft 3/1999

Die Folgen des NATO-Krieges gegen Jugoslawien

Eine Analyse der Interessenlagen
September
1999

Bei der Entscheidung der NATO, einen Luftkrieg gegen Jugoslawien zu führen, spielten handfeste machtpolitische und geostrategische Überlegungen der USA eine entscheidende Rolle. Seit dem erzwungenen Rückzug des Osmanischen Reiches liegt der Balkan im Spannungsfeld dreier bzw. zweier Großräume: (...)

Context XXI, Heft 3/1999

Laßt die Dokumente sprechen ...

Replik auf Fritz Molden
September
1999

Zu den Stellungnahmen Fritz Moldens in der Tageszeitung Die Presse am 28. November 1998 („Ganz besondere Niedertracht. Widerständler, kein US-Agent“) und in der Zeitschrift ZOOM 1/99 („Das Märchen vom bezahlten Agenten Lindley“) Ob der eklatanten Unfähigkeit zu einer sachlichen Auseinandersetzung mit (...)

Context XXI, Radiosendungen 1999

Antimilitarismus heute und der Krieg von morgen

Oktober
1999

Der nachstehende Text ist nicht das wörtliche Transkript der Radiosendung, sondern die bearbeitete Wiedergabe des Interviews in Context XXI 3/1999. Die Kampagne gegen Wehrpflicht, Zwangsdienste und Militär ist eine der wichtigsten antimilitaristischen Organisationen in Berlin. Internationale (...)

Context XXI, Radiosendungen 1999
Der imperiale Krieg

Geostrategie am Balkan

Oktober
1999

Der NATO-Luftkrieg gegen Jugoslawien ist beendet — der Kriegszustand am Balkan damit noch lange nicht. Die Zerstörung Jugoslawiens ist so gut wie abgeschlossen — die Gründe dieser Zerstörung bleiben so unklar und umstritten wie zu Beginn der NATO-Bombardements. Nie zuvor waren die Gründe für einen (...)

Context XXI, Heft 4-5/1999

Interesse, Gewissen und Projektion im Jugoslawienkrieg

November
1999

Eine Kritik der geomaterialistischen Erklärungsversuche für die NATO-Aggression inklusive einer Replik auf Hannes Hofbauers Beitrag „Die Folgen des NATO-Krieges gegen Jugoslawien“ in der Nummer 3/99 von Context XXI Die klassische Aufklärung hielt Ideologie für das Werk „lügender Priester“. Diese (...)

Context XXI, Heft 4-5/1999

Katastrophenkataster Osttimor

Begehung eines Trümmerfeldes
November
1999

Jene Staaten, die heute in Osttimor intervenieren, haben jahrzehntelang hervorragende Beziehungen zum Massenmörder Suharto unterhalten. Knapp 80 Prozent der Wahlberechtigten stimmten am 30. August in einem Referendum für die Unabhängigkeit Osttimors. Mit diesem Ergebnis hatte wohl selbst der seit (...)

Context XXI, Radiosendungen 1999

Krieg, Sinn und Wahnsinn

Die politische Ökonomie der Interesselosigkeit
November
1999

Die Frage, welche Art von Krieg die NATO gegen Jugoslawien führte, ist immer noch offen. Viele Kriegsgegner und Kriegsgegnerinnen stehen mit einer gewissen Ratlosigkeit nicht nur vor den Trümmern, die dieser Krieg am Balkan hinterlassen hat, sondern auch vor den Trümmern ihrer eigenen (...)

Context XXI, Heft 6/1999

Jugoslawien und die neue Konkurrenz im Weltmaßstab

Dezember
1999

Eine Anknüpfung an die Beiträge „Die Folgen des NATO-Krieges gegen Jugoslawien“ (Context XXI, Nr. 3/99) und „Interesse, Gewissen und Projektion im Jugoslawienkrieg“ (Context XXI, Nr. 4-5/99) nebst einer Besprechung des Sammelbandes von Hannes Hofbauer zum Konflikt auf dem Balkan von Erinnert sich (...)

Context XXI, Heft 6/1999

Auschwitz im Kosovo

Dezember
1999

Die penetrante Lüge von der Vergleichbarkeit der Geschehnisse im Kosovo mit der nationalsozialistischen Vernichtungsmaschinerie stieß bei vielen Überlebenden der Shoah auf Widerspruch. Während des Kosovo-Krieges ermöglichte die Parallelisierung der Geschehnisse im Kosovo mit den deutschen (...)

Context XXI, Heft 6/1999
Tschetschenien

Föderalisten contra Sezessionisten

Dezember
1999

In den Darstellungen zum Krieg in der Kaukasusrepublik bleibt die aktive Rolle Tschetscheniens weitgehend ausgeblendet. Der Tschetschenienkrieg hat die Schlagzeilen der letzten Wochen beherrscht. Kaum jemand scheint sich jedoch die Mühe zu machen, unter die Oberfläche des Konflikts vorzudringen. (...)

Context XXI, Heft 1/2000

Bombengeschäfte

Die politische Ökonomie des Kosovo-Krieges
Februar
2000

Ein Buch von Winfried Wolf — gelesen von Winfried Wolf analysiert die Ursachen des Golfkrieges vor dem Hintergrund des militärisch-industriellen Komplexes. Er bietet damit ein weiteres Erklärungsmodell neben den bisher in Context XXI veröffentlichten Analyseversuchen. Das Erklärungsmodell (...)

Context XXI, Heft 1/2000

Krieg und Fotografie

Zur Wahrnehmung des Krieges
Februar
2000

Wie objektiv ist ein Objektiv? Was macht ein Fotograf im Krieg? Und was sagt der Jedi-Ritter dazu? Die Fotografie leitete das Zeitalter des objektiven Blicks ein. Von ihr erhoffte man sich ein neutrales Betrachten von Objekten. Diese Schärfung des Sehens brachte eine neue Form der Repräsentation (...)

Context XXI, Heft 1/2000

Militär und Geschlechterverhältnis

Februar
2000

Krieg und Militär sind vergeschlechtlicht. Ebenso sind sie geschlechtsbestimmend. Ein Sammelband liefert eine Analyse der Konstruktion von Geschlecht durch das Militär, hat an der Armee selbst aber nichts auszusetzen. Der Krieg ist männlich. Zumindest will uns die offizielle (männliche) (...)

Context XXI, Heft 2/2000

Militärstrategie 2000

Die Kriegsentwürfe von FPÖ und ÖVP
April
2000

Die österreichische Strategie, mit der EU im Rücken, den Osten zu beglücken, leidet derzeit an den Sanktionen der europäischen Partner. Das Programm der neuen österreichischen Regierung bietet in den Bereichen Sicherheit und Bundesheer keine großen Überraschungen. Mensch spürt förmlich die Freude, (...)

Context XXI, Heft 2/2000

Mythen und Fakten im Kosovo-Konflikt

April
2000

Karl Kaser, Wolfgang Petritsch und Robert Pichler haben sich in einem letzten Herbst erschienenen Band vorgenommen, die Geschichte des Kosovo und der Verhandlungen von Rambouillet an Hand von Originaldokumenten zu entzaubern. Es ist ein merkwürdiges Buch. Bereits seine bibliophile Aufmachung — (...)

Café Critique, Jahr 2000

Krieg der Stämme oder der Projektionen?

Mai
2000

Über die deutsche Notwendigkeit, in Jugoslawien Krieg zu führen Die zivilgesellschaftlichen Freunde des Kriegs – wie Dan Diner, Jürgen Habermas oder Daniel Goldhagen – wollen den Kosovo-Krieg als vollkommene Integration Deutschlands ins westliche Bündnis verstanden wissen. Aber die Frage lautet: wer (...)

radiX, Nummer 3

Von der nationalen Logik zu den „ethnischen Säuberungen“

Mai
2000

Der Zerfall oder die Zerschlagung Jugoslawiens machte einmal mehr deutlich welch mörderische Konsequenzen nationalistische und völkische Logiken auch heute noch haben können. Jugoslawien bildete dabei nach dem zweiten Weltkrieg in seinem Nationenkonzept einen Sonderfall, der neben der Föderation (...)

radiX, Nummer 3

Vernichtungskrieg im Kaukasus

Mai
2000

Nach der Niederlage der russischen Armee im ersten Tschetschenienkrieg versucht diesmal die Regierung Putin mit einen Vernichtungskrieg gegen die tschetschenische Bevölkerung der abtrünnigen Kaukasusrepublik Herr zu werden. Die neue Kriegsführung der russischen Regierung erinnert dabei eher an die (...)

radiX, Nummer 3

Nationalismen und Bantustans

Über die Kritik am Nahost-„Friedensprozeß“
Mai
2000

Mit der Unterzeichnung des Abkommens von Oslo und seinen Folgeabkommen kam zum ersten mal seit der Gründung des Staates Israel ein Prozeß in Gange in dem ein Teil der palästinensischen Politik und der Bevölkerung in den besetzten Gebieten mit der Regierung Israels in einen Dialog trat, der zu einer (...)

radiX, Nummer 3

Krieg als langfristige Zerstörung von Lebensgrundlagen

Mai
2000

Generell, egal ob die Menschen in Österreich die NATO-Bomardements gegen Jugoslawien unterstützten oder dagegen auftraten, bestreitet niemand die schweren Schäden, die das Bombardement der jugoslawischen Industrie und Infrastruktur zugefügt hat. Aber dies stellt nicht die einzige Folge der (...)

radiX, Nummer 3

Die Folgen der Bomben auf Jugoslawien

Mai
2000

Während in den bürgerlichen Medien der NATO-Krieg gegen Jugoslawien kein Thema mehr ist, leidet die Bevölkerung in Serbien, im Kosovo und in Montenegro immer noch unter den Folgen von Krieg und Nationalismus. Um nicht nur immer von Außen über die Situation zu berichten führte für diese Nummer Thomas (...)

Streifzüge, Heft 2/2000

Krieg 2000

Vorläufige Thesen
Juni
2000

1. Mit der Relativierung staatlicher Gewaltmonopole im Zeitalter der Globalisierung und dem Aufkommen dezentrierter Gewaltpole (Mafiotisierung) verliert die Kriegführung ihren zwingend nationalstaatlichen und politischen Charakter, auch wenn sie sich nationalistisch auflädt und politisch zu (...)

Context XXI, Heft 3-4/2000

Kritik der reinen Projektion

Über die deutsche Notwendigkeit, in Jugoslawien Krieg zu führen
Juni
2000

Überarbeitete Fassung des zweiten Teils eines Vortrags, der im Februar in Hamburg als Veranstaltung der Jugoslawien-Filmgruppe gehalten wurde. Die ganze Entwicklung in Jugoslawien vom Anfang der neunziger Jahre bis zum Kosovo-Krieg läßt sich — wie in den Arbeiten von Jürgen Elsässer und Matthias (...)

Context XXI, Heft 3-4/2000

Neues aus Nahost

Juni
2000

In Israel und seinen Nachbarstaaten überschlagen sich in den letzten Monaten die Ereignisse. In Österreich ist ein Sammelband zum Thema erschienen. Innerhalb weniger Tage zog sich die israelische Armee Ende Mai überraschend früh aus dem Libanon zurück. Gleichzeitig mit dem Rückzug der Israelis (...)

Context XXI, Heft 3-4/2000

Der Diskurs des Krieges

Juni
2000

Kann politische Macht als Krieg analysiert werden? Und wer hat Clausewitz verdreht? Für all jene SudentInnen, die während des Semesters 1975-76 aufgrund der frühen Vorlesung um halb zehn Uhr morgens — Foucault entschuldigt sich dafür in seiner ersten Stunde höflichst — „nicht aus den Federn gekommen (...)

Streifzüge, Heft 4/2000

„Menschenrecht bricht Staatsrecht“

Vordenker und Vollstrecker deutschen Völkerrechts oder Zu den völkischen Traditionen des rot-grünen Interventionismus
Dezember
2000

Die deutsche Expansionsideologie bedarf noch eines neuen Völkerrechts, stellte Franz Neumann 1942 fest und unterstrich gleichzeitig, daß der Nationalsozialismus großen Wert darauf legte, seine Politik international zu legitimieren und deshalb zahlreiche Beiträge zu einer Veränderung des (...)

Context XXI, Heft 1/2001

Die wahren HeldInnen der Weltgeschichte

Ein Buch über jüdische Rache an NS-Tätern
März
2001

Als Jude geboren zu sein, ist keine Schande, es ist ein Unglück! Meine geliebte Frau Anna, wirst du gerächt werden? Meine kleine Tochter Athalia, wirst du gerächt werden? Die Asche dreier Millionen jüdischer Männer, Frauen, Kinder, in Treblinka verbrannt, werdet ihr gerächt werden? Das Motiv der (...)

Context XXI, Radiosendungen 2001

Tödliche Lügen

Die Kriegsverbrechen der „westlichen Wertegemeinschaft“ im Kosovo
April
2001

Jürgen Elsässer, Autor der Zeitschrift konkret, veröffentlichte ein Buch mit dem Titel Kriegsverbrechen — Die tödlichen Lügen der Bundesregierung und ihre Opfer im Kosovo-Krieg, in dem er die Nachrichtenmanipulationen und Lügen von Regierungen und Medien der „Westlichen Wertegemeinschaft“ offenlegt, (...)

Streifzüge, Heft 2/2001

Über die Geburt der „internationalen Staatengemeinschaft“ aus dem Geist von Auschwitz

Juli
2001

Der Kosovokrieg hat mit manchem Tabu, das sich dem Zweiten Weltkrieg und den Verbrechen des deutschen Nationalsozialismus verdankt, aufgeräumt und damit gezeigt, daß er auch als ein Liquidator jener Ereignisse begriffen, in ihrer Tradition interpretiert werden muß. „Von deutschem Boden soll kein (...)

Context XXI, Heft 3-4/2001

Medien und Krieg

Krieg und Geschlechterverhältnis
Juli
2001

Geschlecht und Medien sind vielfältig miteinander verwoben. Eine Analyse am Beispiel des Nato-Angriffskrieges in Südosteuropa 1999 Die Synergie zwischen Krieg und Medien ist so intensiv, dass sie beinahe als eine Symbiose erscheint - ein wechselseitiges Verhältnis zu beiderseitigem Nutzen: (...)

Café Critique, Jahr 2001

Krieg als kommunikatives Handeln

Oktober
2001

Kein Zweifel, Jürgen Habermas hat sich den Friedenspreis des deutschen Buchhandels redlich verdient: Daß dieser Sozialphilosoph den „Weg der Bundesrepublik Deutschland ebenso kritisch wie engagiert begleitet habe“, so die Kommission, gilt für jede Stufe seiner Karriere und für jede Phase in der (...)

Streifzüge, Heft 3/2001

Terror und Vergeltung: Paranoia gegen Paranoia

Frieden gibt es nur jenseits von Markt und Staat
Oktober
2001

Gleichheit Die über 6.000 Opfer der mörderischen Anschläge auf das World Trade Center in New York und das Pentagon in Washington haben in der westlichen Welt eine riesige Welle von Entsetzen und Bestürzung ausgelöst. War es aber wirklich nur die Abscheu vor der Tat und das Mitleid mit den (...)

Streifzüge, Heft 3/2001

Die Ohnmacht der Allmacht

Oktober
2001

So viel Wirres und Irres wie nach den Kamikaze- Volltreffern in New York und Washington haben die gewählten und nicht gewählten Sprecher der demokratischen Weltgemeinschaft selten abgesondert. Immerhin einer der seit dem 11.9. überall kursierenden Phrasen ist etwas abzugewinnen. „Dieser Tag hat (...)

Streifzüge, Heft 3/2001

Mudschahidin des Werts

Bomben für den Warenfetisch: Die aufklärerische Linke im letzten Stadium der bürgerlichen Vernunft
Oktober
2001

Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, daß das Ende des 20. Jahrhunderts mit dem Ende der Modernisierungsgeschichte zusammenfällt, dann würde ihn der fortschreitende intellektuelle Verfall der Linken liefern. Das kritische Bewußtsein verzweifelt an der Kritik, weil es selber immer schon (...)

radiX, Texte

Der Feind unseres Feindes ist unser Feind

Der 11.September 2001, der Krieg und die Linke
Oktober
2001

Zu Beginn des 21.Jahrhunderts ist die Linke weltweit kein gewichtiger Faktor mehr. Das gilt für traditionelle KommunistInnen und StaatssozialistInnen, sozialrevolutionäre oder libertäre Linke und klassische antikolonial-nationale Befreiungsbewegungen. Der Kampf der Kreuzritter der (...)

Context XXI, Heft 6/2001

Friedenskundgebungen Nein zum Krieg!

November
2001

Das Bundesheer präsentiert traditionell am 26. Oktober sein Arsenal am Heldenplatz und an anderen Orten in Österreich. Kinderspielplatz und die Inszenierung von Krieg als Abenteuer suggerieren das „lustvolle Töten“. In diesen Tagen ist aber durch Bombenkrieg, Flucht und Hungerelend das Sterben (...)

Context XXI, Heft 6/2001

Es sind nicht die USA

November
2001

The importance of the Gulf War derives rather from the fact that it presented the United States as the only power able to manage international justice, not as a function of its own national motives but in the name of global right. (Hardt / Negri: Empire, S. 181) Every imperial war is a civil (...)

Context XXI, Heft 6/2001

Schafft ein, zwei, viele Afghanistan ...?

November
2001

Der 11. September war ein Schock. In der Ermordung tausender Menschen in New York in den brennenden und einstürzenden Twin Towers realisierte sich, was vorher vielleicht Stoff von Filmen war, aber keinen Ort in „unserer“ Welt zu haben schien. Dabei geht es nicht darum, dass täglich irgendwo auf der (...)

radiX, Flugblätter
11.September / Afghanistan:

Mehr Fragen als Antworten

Dezember
2001

Im Gegensatz zu einigen anderen Gruppen aus der (anti-)deutschen Linken, haben wir nach den Anschlägen vom 11. September auf das World Trade Center in New York keine voreilige Stellungnahme verfaßt. Daß wir einen Anschlag ablehnen, der tausenden ZivilistInnen das Leben gekostet hat und der sich (...)

Context XXI, Heft 7-8/2001 — 1/2002

Mahnmal in Jasenovac

Februar
2002

Streifzüge, Heft 1/2002

Afghanistan: „Kein Krieg um Öl“

März
2002

Im Jahre 1900 nahmen die Großmächte die Ermordung des deutschen Gesandten im Zuge des sogenannten Boxeraufstands in China zum Anlass, dieses riesige Land in einem äußerst blutigen Feldzug endgültig zu einer Halbkolonie zu machen. Der deutsche General von Moltke notierte am 11. Juli in seinem (...)

Grundrisse, Nummer 1

Apologie der Erstarrung

März
2002

Die Gesichtspunkte der Eiszeit ermangelten nicht einer gewissen Größe. Der Mensch wurde nicht so sehr nach seiner Leistung geschätzt als vielmehr dem Vertrauen nach, das auf ihn (in ihm) gehäuft lag. Das ist kein unfreier Standpunkt. Das Gefühl der Freiheit wird gemeinhin weniger geschätzt als das (...)

Context XXI, Heft 2/2002

Fahnenflucht in die Krankheit?

Die Militärpsychiatrie und die Behandlung der „Kriegsneurotiker“ in den beiden Weltkriegen
Mai
2002

Der erste Weltkrieg bedeutete den massiven Einbruch des Maschinenzeitalters in die Kriegsführung. Millionen Soldaten waren einer bis dahin ungekannten Zerstörungskraft der neuen Maschinenwaffen, Granaten und Giftgase ausgesetzt. Die Folgen blieben nicht aus: schon in den ersten Kriegsmonaten kam (...)

Context XXI, Heft 2/2002

(Keine) Bilder einer Ausstellung

Mai
2002

Der alte Mann läuft aufgebracht die Wendeltreppe des Semperdepots hinunter. „So ein Blödsinn, so ein Blödsinn, was die zeigen“, ruft er uns zu. - Ein Rundgang in der neuen Ausstellung „Verbrechen der Wehrmacht. Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941-1944“. Liegen Wendeltreppe, Kassa und (...)

Context XXI, Heft 2/2002
Wessen Frieden?

„Die Friedensbewegung auf der palästinensischen Seite ist geführt von Yassir Arafat“

Uri Avnery im Gespräch
Mai
2002

Die Zuspitzung der Lage im Nahen Osten, aber auch die deutliche Zunahme antisemitischer Anschläge und Übergriffe weltweit, hat auch in der Redaktion von Context XXI zu Diskussionen geführt. Wir wollen dabei nicht in die aufgeregte Kriegsberichterstattung bürgerlicher und linker Medien einstimmen, (...)

Context XXI, Heft 3-4/2002

„Es gibt eine Grenze!“

Interview mit Dan Tamir
Juni
2002

Dan Tamir ist Offizier der israelischen Armee und Mitarbeiter der israelischen Friedensbewegung Yesh Gvul, die 1982 im Zuge der Libanon-Invasion entstanden ist um Soldaten zu unterstützen, die repressive Befehle gegen Zivilisten verweigern. Damals wurden 168 Dienstpflichtige inhaftiert. Seit dem (...)

Context XXI, Heft 3-4/2002

Konfusionen nach einem Ausstellungsbesuch

Verbrechen der Wehrmacht
Juni
2002

Die zwei Wehrmachtsausstellungen des Hamburger Instituts für Sozialforschung dokumentieren im Abstand von 6 Jahren dasselbe Thema: die aktive Rolle der Wehrmacht beim Holocaust. Der ersten Ausstellung war es gelungen, die Legende von der sauberen Wehrmacht zu zerstören, die seit 1945 von (...)

Grundrisse, Nummer 3

Gewalt in Wesen und Geschichte

September
2002

Michael Howard: Die Erfindung des Friedens. Über den Krieg und die Ordnung der Welt, Lüneburg: zu Klampen Verlag, 2001 Wolfgang Sofsky: Traktat über die Gewalt, Frankfurt am Main: S. Fischer Verlag, 1996 Ein Soziologe, der sich seit Jahren mit einem scheinbar zeitlosen Phänomen (...)

Context XXI, Radiosendungen 2002

1936/39 Spanischer Bürgerkrieg

Oktober
2002

mit Augenzeugenberichten über den Spanischen Bürgerkrieg nach dem Mililtärputsch 1936 und die Beteiligung der Internationalen Brigaden.

radiX, Aussendungen

Nieder mit Saddam Hussein!

Warum wir nicht gegen einen Krieg gegen den Iraq demonstrieren
Oktober
2002

Als staatsfeindliche Linke lehnen auch wir Krieg grundsätzlich ab, den Dogmatismus, dass „Krieg niemals eine Lösung“ wäre, halten wir aber spätestens seit Auschwitz für dumm oder verbrecherisch. Zur Niederringung des Faschismus, des Nationalsozialismus als besonders mörderische antisemitische deutsche (...)

Context XXI, Heft 5-6/2002

„Neue Historiker“ schreiben die Geschichte um

November
2002

40 Jahre nach dem Unabhängigkeitskrieg trat in Israel eine Generation „neuer Historiker“ auf, die in den arabischen Ländern und von links- und rechtsextremen „Antizionisten“ bejubelt werden. Es sind in der Regel nach 1948 geborene israelische Wissenschaftler, die sich in ihren Arbeiten auf die Jahre (...)

Context XXI, Heft 5-6/2002
Thomas v.d. Osten Sacken / Arras Fatah:

Saddam Husseins letztes Gefecht?

November
2002

Der neue Sammelband ist das beste deutschsprachige Buch über den Iraq das mir seit der Studie Der Irak seit 1958, Von der Revolution zur Diktatur von Marion Farouk-Sluglett und Peter Sluglett, die 1991 im Zuge des zweiten Golfkrieges übersetzt wurde, in die Hände gekommen ist. Vermutlich ist es (...)

Context XXI, Radiosendungen 2002

Ergänzungswirtschaftsraum

Über die neokoloniale Aufteilung des Balkans am Beispiel Montenegros
Dezember
2002

Die kleinere der beiden verbliebenen Teilrepubliken des nunmehr Serbien-Montenegro genannten ehemaligen Jugoslawien ist ein gutes Beispiel für den ökonomischen und politischen Zugriff Deutschlands, Westeuropas und der USA auf den Balkan, wie Alex Dajkovic auf Einladung der Ökologischen Linken (...)

Context XXI, Heft 7/2002

Wissenschaft als Kritik

Der israelische Historiker Benni Morris im Gespräch
Dezember
2002

Prof. Benni Morris, den ich im Mai am Rande einer Konferenz in Berlin getroffen habe, wurde als einer der ersten „postzionistischen“ oder „neuen Historiker“ auch über die Grenzen Israels hinaus bekannt. Diese Generation von sich selbst als parteiisch begreifenden WissenschafterInnen hatte es sich (...)

Context XXI, Radiosendungen 2003

Djihad und Judenhass

Februar
2003

Über den neuen antijüdischen Krieg. Die Sendung basiert auf einem Vortrag von Matthias Küntzel, gehalten am 30. Jänner 2003 im Jüdischen Gemeindezentrum in Wien.

Streifzüge, Heft 1/2003

Denn für dieses Leben ist der Mensch nicht schlau, nicht schlecht, nicht anspruchslos, nicht gut genug

März
2003

Für ein Leben in dieser Gesellschaft ist die Spezies Mensch sehr schlecht gerüstet. Aus der Evolution sind wir über bloß biologische Maßstäbe zu gesellschaftlichen Lebenwesen hinausgewachsen, die sich in vielerlei Art bewusst aufeinander beziehen und kooperieren müssen, um lebensfähig zu sein. Das (...)

Café Critique, Jahr 2003

Der Irak und der Krieg

März
2003

Einladungstext zu der Veranstaltung „Die Ideologie des Baath-Regimes, die Friedensbewegung und das Massaker von Halabja“ mit Thomas von der Osten-Sacken im Jüdischen Gemeindezentrum im März 2003 Die baathistische Herrschaft im Irak ist am ehesten als ein panarabischer Faschismus unter (...)

radiX, Aussendungen

Anarchie statt Ba’thismus!

Warum wir sowohl den Krieg als auch seine GegnerInnen ablehnen
März
2003

Die Ökologische Linke (ÖKOLI) hat bereits Ende 2002 in einer Erklärung festgestellt, dass wir den militärischen Sturz eines faschistischen Regimes wie das Ba´th-Regime Saddam Husseins für grundsätzlich gerechtfertigt und legitim halten. Allerdings haben wir auch Bedenken geäußert, dass die einzige (...)

Context XXI, Heft 2-3/2003

Warum ich auf keine Friedensdemo ging

Mai
2003

Dieser und die zwei folgenden kurzen Artikel sind persönliche Blitzlichter auf die Friedensbewegung insbesondere in Österreich bzw. in Deutschland, die an Diskussionen, die innerhalb der Redaktion geführt wurden, anknüpfen. Sie stehen also zueinander in — wie zu lesen ist — streitbarer Beziehung, (...)

Context XXI, Heft 2-3/2003

Kritisieren, nicht denunzieren

Mai
2003

Folgt mensch Heribert Schiedel ist der typische Friedensdemonstrant, so er nicht gerade mit seinesglei­chen um die Wette betet, da­mit beschäftigt, Fahnen abzufackeln, um schon einmal das Verbrennen von Menschen zu üben; dies alles, um Saddam, dem Sprecher der arabischen Welt, wohlgefallen zu sein. (...)

Context XXI, Heft 2-3/2003

„Blut für Öl“?

Ein Stichwortgeber für die Friedensbewegung
Mai
2003

Anlässlich des Irak-Krieges ist ein altbekanntes Phänomen zu beobachten: In der öffentlichen Agitation ist immer von „der“ Friedens­bewegung die Rede, die einig und entschlossen gegen die amerikanisch dominierte Kriegspartei in Stellung ge­bracht wird. Sobald jedoch Kritik an bestimmten Inhal­ten (...)

radiX, Aussendungen

Achter Mai — Ein Fest zur Befreiung

Mai
2003

Am 8. Mai 2003 jährt sich zum 58. Mal die Zerschlagung der nationalsozialistischen Herrschaft. An diesem Tag feiern wir die Niederlage des deutschen Reiches, das Ende von Mord und Unterdrückung, die Befreiung der Gefangenen aus den Konzentrations- und Vernichtungslagern - und trauern um die (...)

Grundrisse, Nummer 6

Asymmetrie der Kriege im Empire

(Zu Münkler: Die neuen Kriege)
Juni
2003

Ein Vorwurf an Hardt / Negris Buch „Empire“ ist eine zu positive Sichtweise der Multitude als Vielfalt und Unterschiedlichkeit der revoltierenden Bewegungen. Sie treibe das herrschende kapitalistische Regime, das Empire, vor sich her und reichere es mit emanzipatorischen Elementen an, die es dann (...)

Streifzüge, Heft 2/2003

Kein Blut für Demokratie

Juni
2003

Der ganze Iraq ist in drei Teile geteilt, dessen einen die Schiiten, den anderen die Kurden bewohnen, den dritten dann die, die in ihrer Sprache Araber, in unsrer aber Iraqer genannt werden. caius iulius caesar, commentarii de bello gallico Mit diesem Satz, den alle, die ein Gymnasium (...)

Streifzüge, Heft 2/2003

„Die Furie des Zerstörens”

Gewalt und Krieg in der neuen Weltunordnung
Juni
2003

1. Die ausgebliebene „Friedensdividende“ Dass der Untergang des Realsozialismus den Beginn einer neuen Epoche markiert, wusste schon 1989 jeder. Über den Charakter des heraufdämmernden Zeitalters machte man sich damals quer durch die politischen und ideologischen Lager freilich nicht sonderlich (...)

Context XXI, Heft 4-5/2003

„Die letzten Tage der Menschlichkeit“

Die Medien, der Iraq-Krieg und die Ba’th-Partei
August
2003

Dass Medien weder objektiv sind noch es sein können, ist eine banale Feststellung. Die Medienbericht­erstattung vor, während und nach dem Iraq-Krieg zeigte aber mehr als das, nämlich die freiwillige Unterordnung fast aller Medien unter nationale Interessen. Im Falle Österreichs, Deutschlands und (...)

Context XXI, Heft 4-5/2003

Auschwitz ist die Antwort

Anmerkungen zur Friedensbewegung
August
2003

Dass die Friedensbewe­gung weniger eine Be­wegung des Friedens als viel mehr eine Manifestation des „massenhaften Antiamerika­nismus“ — „eng verwoben mit Antisemitismus“ — war und ist, hat Heribert Schiedel in seinem Beitrag „Warum ich auf keine Friedensdemo ging“ differenziert ausgeführt und damit (...)

Context XXI, Heft 4-5/2003

Frieden oder Appeasement?

Die Friedensbewegung verteidigte alles andere als Frieden
August
2003

Die Kommentare zur Friedensbewegung und Positionierung der Linken im Irakkrieg, wie sie in der letzten Nummer von Context XXI erschienen sind, sagen vieles zur Situa­tion der österreichi­schen Linken, aber wenig zur Situation im Irak. Die Friedensbewegung hierzulande verteidigte einen Frieden, (...)

Context XXI, Heft 4-5/2003

Short Cuts

August
2003

Robert Kurz: Weltordnungskrieg. Das Ende der Souveränität und die Wandlungen des Imperialismus im Zeitalter der Globalisierung. Horlemann Verlag, Bad Honnef 2003, 448 Seiten, EUR 19,80 Lange Jahre haben sich Robert Kurz und seine Mitstreiter und -streiterinnen von der Nürnberger (...)

Grundrisse, Nummer 7
Wolf Wetzel:

Krieg ist Frieden

September
2003

Münster: Unrast Verlag 2002, 14 Euro, 228 Seiten (Zahlen in runden Klammern beziehen sich auf die Seiten dieses Buches) „Nie wieder Auschwitz – Nie wieder Krieg“ diese Parole galt jahrzehntelang als fester Konsens der westdeutschen Linken. Wolf Wetzel zeigt nun in seinem Buch „Krieg ist Frieden“ (...)

Context XXI, Heft 8/2003 — 1/2004

Besatzung und Demokratie nach dem Krieg

Dezember
2003

Eine Entwicklung nach iranischem Vorbild ist im Irak derzeit ausge­schlossen. Die Besatzungsmächte USA und Großbritanni­en haben ihren Verbündeten innerhalb der einstigen iraki­schen Exilopposition entge­gen früheren Versprechun­gen die Bildung einer Über­gangsregierung verweigert. Nur so konnten sie (...)

Context XXI, Heft 8/2003 — 1/2004

Kriegsgründe

Ressentimenthaftes und Analytisches zum Irakkrieg
Dezember
2003

Zwei Neuerscheinun­gen zum Krieg am Golf versuchen die wahren Gründe für die US-Militärintervention aufzuzeigen. Wenn Journalistinnen für schlampig geschriebe­ne Bücher gefeiert werden, gehören sie zu den KriegsgewinnlerInnen. In den letzten Wochen wurde dem Buch der Standard-Joumalistin Gu­drun (...)

Context XXI, Heft 8/2003 — 1/2004

Internationalismus und Bellizismus

Dezember
2003

Die Denunziation von Befürwortern der Mi­litärintervention im Irak als Kriegshetzer interessiert sich nicht für die irakische Oppo­sition. Was herauskommt, wenn internationalistische Be­wegungslinke sich zusam­mensetzen um ihr Tun zu re­flektieren, nur um dann wie­der in den alten Trott verfal­len zu (...)

Context XXI, Heft 2-3/2004

Psychopathologie des Friedens

Der deutsche Pazifismus gegen die USA
März
2004

Nachdem alle Ge­schichtsphilosophien sich im letzten Jahr­hundert verraten ha­ben, ist nur der Glau­be an die emotionale Macht der Geschichte übrig geblieben. Editorial von Ästhetik & Kommunikation. Ge­schichtsgefühl, Winter 2003 Wir haben uns auf den Weg gemacht, auf unseren deutschen Weg, und (...)

Context XXI, Heft 2-3/2004

Im Schatten

Sowjetische Widerstandskämpferinnen gegen den Nationalsozialismus
März
2004

Das Beispiel einer Par­tisanin aus Smolensk. Bereits im November 1941 hielt die deutsche Armee ein Gebiet besetzt, in dem vor dem Krieg 40 Prozent der sowjetischen Bevölkerung, das heißt un­gefähr 70 Millionen Men­schen gelebt hatten. Nach offiziellen sowjetischen Quellen erreichte die Zahl der (...)

Context XXI, Heft 2-3/2004

Hallo, Leute von der Context XXI!

März
2004

Dieses Schreiben richtet sich an alle, die die Zeitschrift mitgestalten und sich verantwortlich fühlen. Die Arge Wehrdienstverweigerung, Gewaltfreiheit und Flüchtlingsbetreuung möchte ihre Zusammenarbeit mit der Context XXI beenden, und zwar auf allen Ebenen: keine MitherausgeberInnenschaft mehr, (...)

Context XXI, Heft 2-3/2004

Hallo, Leute von der Arge Wehrdienstverweigerung!

März
2004

Dieses Schreiben richtet sich an alle, die in der Arge tätig sind und sich verantwortlich fühlen. Die Redaktion Context XXI ist über die Trennung von der Arge nicht unglücklich. Längst schon hat es inhaltliche Differenzen gegeben, die jetzige Trennung ist nur mehr eine formale Angelegenheit. Die (...)

Context XXI, Heft 4-5/2004

Für eine Handvoll Dollar ...

Juni
2004

Die jüngsten Kampf­handlungen im Irak es­kalierten nach der Er­mordung von vier US-Amerikanern in Faluja. Die ca. 300.000 Ein­wohnerInnen zählen­den Kleinstadt west­lich von Bagdad, die bereits traditionell als Hochburg des Ba’thismus galt, macht sich seither als Hochburg des ba’thistischen und (...)

Grundrisse, Nummer 11
Michael Hardt, Antonio Negri:

Multitude

War and Democracy in the Age of Empire
September
2004

New York: The Penguin Press 2004, 427 Seiten, 26,50 Euro. Eine Kritik am Buch Empire derselben Autoren war, dass das Konzept der „Multitude“ zu wenig ausgeführt werde. Im August ist der Nachfolgeband Multitude erschienen (in Kürze wird die deutsche Übersetzung folgen). Es bestätigt die Erwartung (...)

Context XXI, Heft 6-7/2004

Zuschauen beim Massenmorden

Oktober
2004

Seit Beginn dieses Jahres hat sich der Krieg im Westen des Sudan zu einer systematischen Vertreibung und Ermordung der lokalen Bevölkerung ausgeweitet. Die internationale Öffentlichkeit beschränkt sich dabei bisher auf substanzlose Ankündigungspolitik während die Linke schweigt oder bereits vor (...)

Context XXI, Heft 6-7/2004

Der Konflikt im Westsudan aus der Geschlechterperspektive

Oktober
2004

Frauen sind durch Vertreibung und Vergewaltigungen besonders von der Krise im Sudan betroffen. Krieg wird von der Ar­beitsgemeinschaft Kriegs­ursachenforschung an der Universität Hamburg wie folgt beschrieben: „Ein Cha­rakteristikum des weltweiten Kriegsgeschehens ist, dass es ‚den Krieg‘ (...)

Context XXI, Heft 6-7/2004

Rape as a weapon of mass destruction

Oktober
2004

Mehr als eine Million Menschen wurden durch die syste­matischen Vertreibungen im Westsudan zu Flüchtlingen. 170.000 flohen in den benachbarten Tschad, fast eine Million Menschen leben als Binnenflüchtlinge auf sudanesischem Gebiet. V.a. Frauen und Kinder sind in den ländlichen Ge­bieten Darfurs von (...)

Context XXI, Heft 6-7/2004

Durch Pulverfass und Kugelregen

Die Geburt der deutschen Filmindustrie aus dem Geist des ersten Weltkriegs
Oktober
2004

Die frühe Geschichte des Mediums Film in Deutschland während des folgenreichsten Ereignisses seit seiner Entstehung, also während des Ersten Weltkriegs, umfassend aufzuarbeiten und darzustellen ist mehr als nur Programm in Vom Augusterlebnis zur UFA-Gründung. Der deutsche Film im Ersten Weltkrieg (...)

Context XXI, Heft 8/2004

Der erste deutsche Völkermord

Ein Jahrhundert nach dem Genozid in „Deutsch-Südwestafrika“
Dezember
2004

Vor 100 Jahren endete der antiko­loniale Widerstand der Herero und Nama in „Deutsch-Südwestafrika“ im ersten deutschen Völkermord. Noch immer wird jedoch die deut­sche Kolonialherrschaft verharm­lost. Die deutsche Bundesregierung wehrte sich bis heute erfolgreich gegen finanzielle Entschädigun­gen. (...)

Context XXI, Heft 8/2004

„Das Volk gefällt mir aber nicht“

Der Franctireur-Mythos und der Einmarsch der Deutschen in Belgien 1914
Dezember
2004

Ohne Polemik und mit Akribie be­weisen Alan Horne und John Kra­mer, zwei Historiker des Trinity Col­lege in Dublin, in Deutsche Kriegs­greuel 1914 auf 700 spannenden Seiten, wie wichtig eine Auseinan­dersetzung mit dem Ersten Welt­krieg für die deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts ist. Nach der (...)

Streifzüge, Heft 33

Lust auf Vernichtung

Der Genozid als universelle Kategorie der Moderne
März
2005

Ein Genozid ist gekennzeichnet durch die systematische Ausweitung der Opferung, durch die reale Inszenierung des totalen Opfers. Der als absolut böse geltende Feind soll nicht bloß niedergemacht, er soll weggemacht werden. Das exterministische Phantasma setzt sich als entschlossenes wie (...)

Streifzüge, Heft 33
Unumgänglich

Bush-Kriege

März
2005

Wer hätte vor Jahren gedacht, dass Huntingtons böses Spiel so schnell Realität werden würde. Nun ist es blutiger Ernst. Wobei Krieg und Kampf ja nicht mehr die passenden Begriffe sind. Es sind Bestrafungsaktionen, die sich Befreiung nennen. Und jene müssen nicht einmal wirklich begründet werden. (...)

Café Critique, Jahr 2005

10 Jahre Dayton

Ein ethnisch reiner Frieden
Juni
2005

Nach Wochen zäher Verhandlungen konnten die amerikanischen Verhandlungsführer der Weltöffentlichkeit am 21. November 1995 auf einer Air Force Base in Dayton, Ohio, den erhofften politischen Erfolg präsentieren. Das Abkommen, auf das sich die Präsidenten Tudjman, Milosevic und Izetbegovic (...)

Context XXI, Heft 3-4/2005

60 Jahre Kriegsende in der Schweiz

„Die Schweiz kann mit Stolz auf die Kriegsjahre zurückblicken“
Juni
2005

60 Jahre nach Ende des Zweiten Welt­krieges dient der My­thos der humanitären Schweiz weiterhin zur Selbstbeweihräu­cherung. Gleichzeitig reiht man sich ein in die internationale Ge­meinschaft der Opfer. 1989 fand in der Schweiz ein mehr als morbides Fest statt. Während man andernorts den 50. (...)

Context XXI, Heft 5-6/2005

Die Kugeln prallten nicht ab

Der Maji-Maji-Krieg in „Deutsch-Ostafrika“
Oktober
2005

Ein Jahr nach dem hundertsten Jahres­tag des Völkermords an den Herero und Nama im damaligen „Deutsch-Süd­westafrika“ jährt sich heuer das zweite große deutsche Kolonialverbrechen auf afrikanischem Boden zum hundertsten Mal: Die blutige Niederschlagung des Maji-Maji-Aufstandes in (...)

Context XXI, Heft 7-8/2005

Unlawful Combatants

Das Dilemma des „War on Terror“
Dezember
2005

Das berüchtigte US-Internierungslager in Guantanamo erinnert sicherlich nicht an deutsche KZ’s, wie neben Giorgio Agamben und Micha Brumlik auch ungezählte Linke meinen behaupten zu müssen. Geheuchelte moralischer Empörung dieser Art nährt sich aus einem Antiamerikanismus, der schon immer wusste, (...)

Café Critique, Jahr 2006

Ahmadinejads Welt

April
2006

Der Bassidschi-Einsatz auf den Minenfeldern zeigt, was vom Mullah-Regime zu erwarten ist. In seinem Brief an George W. Bush präsentiert sich Mahmoud Ahmadinejad als ein Anwalt der Entrechteten und als Sprecher der Dritten Welt: Er geißelt die Kriegsführung der Amerikaner im Irak, beschwört die (...)

Context XXI, Heft 1-2/2006

Experimentierfeld der Gewalt

Mai
2006

Seit Jahrzehnten existiert in deutscher Sprache keine Gesamtdarstellung des Abessinienkrieges — der Schweizer Historiker Aram Mattioli füllt diese Lücke nun, und er tut dies mit Bravour. „Experimentierfeld der Gewalt — Der Abessinienkrieg und seine internationale Bedeutung 1935 - 1941“ setzt sich in (...)

Context XXI, Jahr 2006

Schandl interpretiert die Welt

Juni
2006

In der letzten Ausgabe der „Volksstimme“ erschien der Leitartikel von Franz Schandl, der zum Widerspruch herausfordert. Seine Analyse „Wider die Eingliederung in die okzidentale Phalanx“ beginnt so: Dass „wir alle Londoner sind“, ist zu einem geflügelten Wort geworden. Dass wir alle Kabuler sind (...)

Streifzüge, Heft 37

Mentale Überlegenheit und militärische Kraft

Anmerkungen zum Nahostkonflikt
Juni
2006

1. Wenn man sich schon auf die von den politischen Akteuren vorgegebene Konfliktlinie einlässt – „Israel und der Westen“ einerseits, die immer mehr unter fundamentalistischen Druck geratenden Regime der islamischen Länder andererseits -, dann sollte man auch den zweiten Schritt tun und das reale (...)

Café Critique, Jahr 2006
Rede bei der Abschlußkundgebung der Demonstration

„Für Israel – und sein Recht auf Selbstverteidigung“

am 28. 7. 2006 in Berlin
Juli
2006

gehalten von Thomas von der Osten-Sacken (Wadi e.V.) im Namen von Café Critique, Redaktion Bahamas, typoskript.net, Berliner Bündnis gegen IG Farben u.a. Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde, Ich habe hier und heute die Ehre im Namen all jener Gruppen zu sprechen, die (...)

Café Critique, Jahr 2006

Die Mörder und der Ruf nach Frieden

August
2006

„Es ist Krieg und alle wollen mitmachen.“ So beginnt Thomas Schmidinger seinen Kommentar zur Situation im Nahen Osten in dieser Zeitung am 1. August. Doch tatsächlich ist Krieg und alle wollen Frieden — einen Frieden, der es der Hisbollah ermöglichen würde, ihre Kräfte erneut zu sammeln um den Djihad (...)

Café Critique, Jahr 2006

Über die Israelsolidarität in Zeiten des Krieges

August
2006

Kaum eine Aussendung von Café Critique hat bislang eine so große Zahl an Reaktionen ausgelöst, wie unser Aufruf zu einer Solidaritätskundgebung mit Israel, die wir in Zusammenarbeit u.a. mit der Israelitischen Kultusgemeinde am 20. Juli 2006 in Wien veranstaltet haben, und an der auch der (...)

Streifzüge, Heft 38
2000 Zeichen abwärts

Krieg der Engel

Oktober
2006

Der größte Rüstungskonzern Europas (BAE Systems) ließ vor kurzem mit dem Postulat aufhorchen, er plane auf lange Sicht alle gefährlichen Komponenten, „die der Umwelt schaden und ein Risiko für den Menschen sind“, aus seiner Produktpalette zu entfernen. Eine an Zynismus schier unübertreffbare Aussage! (...)

Café Critique, Jahr 2007

Ruf nach dem Gegensouverän

Eine Intervention von Café Critique
Januar
2007

Die übelsten Hinterlassenschaften der Arbeiterbewegung sind jene Denkformen, in denen die illusorischen Vorstellungen der bürgerlichen Gesellschaft über sich selbst mit dumpfen antibürgerlichen Ressentiments amalgamiert wurden, statt als verkehrtes Weltbewusstsein einer verkehrten Welt der Kritik (...)

Streifzüge, Heft 39

Alles außer Krieg ist schwer zu machen

Nicht nur im Nahen Osten, aber vor allem dort – Einige Behauptungen zum Streiten
März
2007

Misere der Wert-Ordnung Krieg ist der Vater aller Dinge. Staat muss sein. Ohne ihn herrscht blanke Gewalt. Mit ihm auch. Aber ordentlich. Seit Thomas Hobbes ist das der Weisheit letzter Schluss, wenn eins über das Leben räsoniert. Und für die moderne Gesellschaft, zu deren Propheten Hobbes zählt, (...)

Streifzüge, Heft 39

Wegsehen oder Solidarität mit Israel?

Civilization of Clash und antisemitischer Vernichtungswahn
März
2007

1. Israel muss von der Bildfläche getilgt werden. Die Wurzel des zionistischen Regimes muss trockengelegt werden. Die Anwendung einer einzigen Atombombe würde Israel völlig zerstören, während sie der islamischen Welt nur begrenzte Schäden zufügen würde. Wer dem gegenwärtigen iranischen Präsidenten (...)

Café Critique, Jahr 2007

Tony Judt — ein europäischer Ideologe als sozialdemokratischer Vordenker zur Delegitimation Israels

Zum Vortrag Judts im Bruno Kreisky Forum
Juni
2007

Tony Judt hat einen über tausend Seiten starken Wälzer vorgelegt, die Geschichte Europas von 1945 bis zur Gegenwart. Der Zweite Weltkrieg ist ihm darin eine allgemeine „Katastrophe, in die Europa sich gestürzt hatte“ und die irgendwie allerlei Opfer produzierte. Wer will es da schon genauer wissen, (...)

Café Critique, Jahr 2007

Die iranische Bedrohung

September
2007

Der Iran muss mit allen Mitteln an der Entwicklung von Nuklearwaffen gehindert werden. Alles andere stellt die Existenz Israels zur Disposition. In Israel hatte sich seit dem schlechten Ergebnis des Libanonkrieges im Sommer letzten Jahres eine gewisse politische Agonie eingestellt, oft gepaart (...)

Café Critique, Jahr 2008

„Die Reserven zur Herstellung des allgemeinen Chaos“

Über das Verhältnis der Europäischen Union zur Islamischen Republik
April
2008

Soll die Bedrohung Israels durch das Atomprogramm des Iran hervorgehoben werden, fühlen sich nicht wenige Freunde Israels herausgefordert, sogleich hinzuzufügen: Europa sei ja genauso bedroht. Fast reflexartig wird damit Bereitschaft zum Bündnis signalisiert: die Europäer müßten aufgerüttelt werden, (...)

Grundrisse, Nummer 27

Vom Kriegskommunismus zum Kommunismus im Krieg: Thesen über die Khmer Rouge

September
2008

Wie „real“ ist der „reale Sozialismus“? Kritik der großen Worte Wie verbindet man geschichtswissenschaftliche Forschung zum so genannten real existierenden Sozialismus mit linken Debatten über dessen Charakter – und wozu? Fakt ist, dass beide nicht unbedingt zueinander passen und nicht oft und gern (...)

Grundrisse, Nummer 28
Sebastian Kalicha (Hg.):

Barrieren durchbrechen!

Israel/Palästina: Gewaltfreiheit, Kriegsdienstverweigerung, Anarchismus
Minimol
Dezember
2008

Nettersheim: Verlag Graswurzelrevolution, 2008, 277 Seiten, 19,90 Euro Die Zusammenarbeit mit Israelis war ein heikles Thema in unserer Gemeinde, da die meisten von uns Israelis bislang nur entweder als SoldatInnen oder als SiedlerInnen begegnet sind. Gleichzeitig war uns aber klar, dass wir (...)

Café Critique, Jahr 2009

Israel als Jude unter den Staaten

Januar
2009

Der Antisemitismus versetzt Juden in eine ausweglose Situation. Dem reichen Juden wird sein Erfolg angekreidet, der arme als Schnorrer verachtet. Der Assimilant erscheint als heimtückischer Zersetzer des Volkskörpers, der Traditionsbewusste als anpassungsunfähiger Sonderling. Der sexuell Aktive (...)

Café Critique, Jahr 2009

Das Leid in Gaza und der Ruf nach Frieden

Januar
2009

Haben Palästinenser und Palästinenserinnen Glück im Unglück und leben im Westjordanland, so haben sie mit einer korrupten Autonomiebehörde zu tun, die sich seit Jahrzehnten als unfähig erweist, mit den Milliarden Dollar und Euros, die aus aller Welt an sie fließen, etwas Vernünftigeres anzufangen, als (...)

Grundrisse, Nummer 29

Argumentationsstrukturen und Begründungsfiguren um den Krieg gegen Gaza

März
2009

Dieser Text stellt sich nicht zur Aufgabe, die historischen und aktuellen Ereignisse rund um den Krieg gegen die BewohnerInnen in Gaza zu analysieren und zu kommentieren. Für diese Aufgabe gibt es Kompetentere als den Verfasser; ich verweise gerne auf die Analysen von John Bunzl oder Uri Avnery. (...)

Café Critique, Jahr 2009

Irans Mäßigung ist eine Illusion

Eine Replik auf Rudolf Walther
Mai
2009

Wer sich, aus welchen Motiven auch immer, der Verteidigung des iranischen Regimes verpflichtet fühlt, behauptet gern, der iranische Präsident habe gar nicht davon gesprochen, Israel von der Landkarte tilgen zu wollen („to wipe Israel off the map“). Es handele sich lediglich um einen (...)

Amelie Lanier, Transformation Osteuropas

Das Haager Tribunal (ICTY)

Juli
2009

Recht, Verfassung, Völkerrecht Angesichts dessen, daß wir zweifelsohne in einem Rechtsstaat leben und das für jedermann der natürlichste Zustand von der Welt ist, wollen wir einmal ein paar einleitende Worte darüber verlieren, was Recht eigentlich ist. Recht wird von einer Staatsgewalt (...)

Amelie Lanier, Sonstiges
Der Kern des Atomkonflikts auf der koreanischen Halbinsel:

Über die Unverträglichkeit der nordkoreanischen Staatsraison mit amerikanischen Weltmachtsansprüchen

 
2013

Im Frühjahr d.J. überschlägt sich die westliche Öffentlichkeit mit mehr oder weniger aufgeregten Wortmeldungen zur politischen und militärischen Eskalation auf der koreanischen Halbinsel. Für die einen ist Kim Jong Un ein „unberechenbarer Nachwuchsdiktator“, der „störrisch wie ein beleidigtes Kind“ (...)

Grundrisse, Nummer 50

Weltkrieg, „Urkatastrophe“ und linke Scheidewege

Mai
2014

Mit dem Niedergang von Realsozialismus und Ostblock wird Geschichte neu geschrieben. Lückenlos. Verorteten einst Marxisten-Leninisten in der Oktoberrevolution einen Epochenanfang, dem nachhaltigsten und gewaltsamstem Ausbruch aus dem 1. Weltkrieg – was unter je eigenen Vorzeichen als Beginn eines (...)

Streifzüge, Heft 63

Windmühlengefechte

Warum die „Tauschwertgemeinschaft“ die Welt von „Schurken“ befreit
März
2015

1. Man wird sich vermutlich erinnern (und wenn man es nicht tut, dann hat man zumindest ein literarisches Vergnügen versäumt), dass Miguel Cervantes seinen Quijote gegen Windmühlen antreten lässt, nicht etwa, weil sich jene dem „Ritter von der traurigen Gestalt“ gegenüber feindlich verhielten – als (...)

Grundrisse, Artikel im Internet

Ein interessanter Artikel zur Lage in der Ostukraine

Wiktor Schapinow: Marxismus und der Krieg im Donbass
September
2015

Ein Text eines Aktivisten von Borotba informiert über die Lage im Donbass und kritisiert jene Linke, die die Auseinandersetzung als innerimperialistische Rivalität missinterpretieren. http://alexithymian.blogspot.de/2015/08/wiktor-schapinow-marxismus-und-der.html

Streifzüge, Heft 65

Symmetrische und asymmetrische Kriege

Teil I — Von entfesselter Konkurrenz und Atomwaffen
November
2015

„Ich geh mit meiner Laterne“ (Kinderlied) Eigentlich leben wir in einer schönen Welt. Ein ausreichendes Maß Ressourcen an Naturstoffen, hochtechnologisierte Produktionsmittel und die historisch gewachsenen menschlichen Fähigkeiten könnten für alle Menschen ein gutes, genussvolles Leben frei von Armut (...)

Streifzüge, Heft 66

Symmetrische und asymmetrische Kriege

Teil II – Von Merkel, Counterinsurgency und Dschihad
Mai
2016

„Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist“ (Bach-Cantate) Die Warensubjektivität beinhaltet das emotionale Manko der Vereinzelung und der Einsamkeit wie auch einen aggressiven Allmachtsanspruch. Beides erzeugt den Wunsch nach einer starken Gemeinschaft. Im Kleinen verwirklicht sich dieses Bedürfnis (...)

Streifzüge, Heft 67

Zitterndes Glück

Kurd Adler. Zum 100. Todestag eines Vergessenen
Juli
2016

Kurd Adler schildert nicht vornehmlich die Welt der Schützengräben, sondern erzählt von einem Fühlen, einem tiefen poetischen Empfinden wider diese Welt. Stets schreibt er dabei nicht nur ums Überleben, sondern wirklich ums Leben. „Zitterndes Glück ahnt sich vorbei“, heißt es im Gedicht Verheißung. (...)

Streifzüge, Jahrgang 2016

Tod und Zerstörung

September
2016

Der »Krisenimperialismus« ist kaum mehr auf Beherrschung aus. Ziel ist, die »Überflüssigen« von den kapitalistischen Zentren fernzuhalten Der Kapitalismus ist kein Naturding. Er ist nicht die ewige Voraussetzung menschlicher Entwicklung, wie es die herrschende Ideologie mit ihrer Naturalisierung (...)

Streifzüge, Jahrgang 2016

Let’s Atomize!

Oktober
2016

Angesichts der krisenbedingt eskalierenden geopolitischen Spannungen droht ein verheerender nuklearer Großkrieg. Es ist die Banalität der nuklearen Apokalypse: Als ob es sich um den Wetterbericht handeln würde, wird in Medien und Politik über einen drohenden Großkrieg, über einen nuklearen (...)

Café Critique, Jahr 2017

50 Jahre 6-Tage-Krieg

Die Zukunft der Zwei-Staaten-‚Lösung‘ und der Einfluss des iranischen Regimes
April
2017

Vortrag von Stephan Grigat.

Café Critique, Jahr 2017

Krieg & Frieden

Pazifismus und der kategorische Imperativ nach Auschwitz
April
2017

Diskussion mit Stephan Grigat u.a.

Streifzüge, Jahrgang 2018

Multidimensionales Great Game am Rande des Weltkriegs

Februar
2018

Das durch neoimperialistische Gegensätze zerrissene Syrien gleicht einem Pulverfass – die Selbstverwaltung in Rojava bemüht sich, unter Ausnutzung dieser Widersprüche ihr emanzipatorisches Projekt zu forcieren. Das komplexe Interessens- und Machtgeflecht in dem geschundenen poststaatlichen (...)

Amelie Lanier, 2. Andere
Sarajevo 1914:

Anlässe werden geschaffen, wenn Krieg ansteht

April
2018

Aus gegebenem Anlaß möchte ich darstellen, wie der I. Weltkrieg losging. 1. Der Thronfolger Franz Ferdinand strebte einen „Trialismus“ an. Er wollte die Slawen der Monarchie mit den gleichen Rechten ausstatten, wie sie den Ungarn im Ausgleich 1867 zugestanden worden waren. Er wollte ihnen also (...)

FORVM, Günther Anders-Archiv
Als Juror des Russell-Tribunals 1967

Nürnberg und Vietnam

Synoptisches Mosaik
Juni
2019

Zur Lektüre empfohlen wird das zunächst stehende PDF des Originaldrucks. Der darunter stehende, nicht synoptisch und auch sonst unformatierte Text dient nur der Such-Funktion, die systembedingt keine PDFs durchsucht. „Von euch werden die meisten wissen, was es heißt, wenn 100 Leichen (...)

Amelie Lanier, Transformation Osteuropas

Handke-Interview in News 1999

Dezember
2019

Angesichts der moralischen Entrüstung und des Handke-Bashings als Reaktion auf die Verleihung des Nobelpreises habe ich mir die Mühe gemacht, sein Interview mit der Zeitschrift NEWS aus dem Jahr 1999 aufs Netz zu stellen. Dieses Interview scheint es nämlich bisher nicht aus Internet geschafft zu (...)

Streifzüge, Jahrgang 2019

Die Hypnose des Patriotismus

Dezember
2019

I. Ich hatte schon mehrmals Gelegenheit, den Gedanken auszusprechen, dass der Patriotismus für unsere Zeit ein unnatürliches, unvernünftiges, schädliches Gefühl sei, welches einen großen Teil der Übel verursache, unter denen die Menschheit leidet, und dass daher dieses Gefühl nicht genährt und groß (...)

Streifzüge, Heft 83

Ende der „Supermacht“

Dezember
2021

1. Der Abzug der US-Truppen aus Afghanistan markiert wohl das definitive Ende der vor dreißig Jahren beim Zusammenbruch der Sowjetunion verkündeten „new world order“. Mit derlei Gestaltung hatte schon der Einmarsch 2001 kaum etwas zu tun. Er war eine Vergeltung für den Anschlag von 9/11, der 3000 (...)

Streifzüge, Jahrgang 2022

Neoimperialistisches „Great Game“ in der Krise

Februar
2022

Russland steht geopolitisch mit dem Rücken zur Wand – und gerade dies macht das derzeitige Vabanquespiel um die Ukraine so gefährlich. Vielleicht ist das landläufige Klischee, wonach die europäischen Großmächte unbewusst, quasi schlafwandelnd in den Ersten Weltkrieg als die Urkatastrophe des 20. (...)

Streifzüge, Jahrgang 2022

Krieg als Krisenbeschleuniger

März
2022

Die heutigen weltpolitischen Konflikte finden im Kontext sich verschärfender Krisen statt. Im militärisch hochgerüsteten und autoritären Staatswesen Russlands könnte der Westen seine eigene Zukunft erblicken. Schon der Versuch, die Folgen der sich in der Ukraine entfaltenden Katastrophe (...)

Streifzüge, Jahrgang 2022

Vergiftete Tapferkeit

Zum militaristischen Lob der bewaffneten ukrainischen Gegenwehr. Kommentar
März
2022

Gerhard Mangott, Professor für internationale Beziehungen in Innsbruck und von Medien viel gefragter Russlandexperte, stellt am 9.3. 2022 im Inforadio des RBB fest: Militärische Unterstützung für die Ukraine wird den Krieg in die Länge ziehen, gewinnen könne die Ukraine gegen die russische Armee (...)

Streifzüge, Heft 84

Eine radikale Friedens­bewegung ist nötiger denn je

März
2022

Der Ukraine droht ein ähnliches Schreckens­szenario wie Syrien – und der Welt vielleicht ein Atomkrieg. Mag der Kriegsverlauf für Russlands Armee bislang auch ein Desaster sein, so hat der Kreml doch einen günstigen strategischen Zeitpunkt für die Invasion der Ukraine gewählt. Dies legen zumindest (...)

Streifzüge, Jahrgang 2022

Drohender Kollaps im Osten

März
2022

Die Invasion der Ukraine ist für Russland ein Desaster, die Verluste sind hoch, daran besteht kein Zweifel. Die Mängel der russischen Militärmaschine, ja der autoritären Machtstruktur im Kreml, die diesen imperialistischen Eroberungskrieg verbrochen hat, treten krass zu Vorschein. Derzeit berichten (...)

Streifzüge, Heft 84

Make Villages Not War!

März
2022

Seit dem 24. Februar 2022 wird nicht nur in der Ukraine gebombt und geschossen, sondern es brechen auch über Generationen mühsam aufgebaute geistige Gebäude, mühsam gewonnene Einsichten und Weltsichten wie Kartenhäuser zusammen. Gerade noch eben wussten viele, dass die bestehende politische, soziale (...)

Streifzüge, Heft 84

„… dass Putin besiegt wird“

April
2022

Ratspräsident Charles Michel formulierte beim jüngsten Treffen für die EU-Staats- und Regierungschefs als aktuelle Hauptaufgabe der EU, „dass wir vor allem dafür sorgen müssen, dass Putin besiegt wird“. Das sei für die künftige Sicherheit in Europa und in der Welt essentiell. (Wiener Zeitung, (...)

Streifzüge, Jahrgang 2022

Der postmoderne Kreuzzug (2001)

Schlaglichter und Zusätze einer möglichen Kritik
April
2022

Aus aktuellem Anlass: Der Artikel stammt aus der dem Jahr 2001 und wurde in der krisis Nummer 24 veröffentlicht. Ich denke, er könnte auch noch heute von Interesse sein, auch wenn der ebenfalls Strafaktion genannte Krieg in der Ukraine ein anderer ist. (...)

Streifzüge, Jahrgang 2022

Katastrophale Eskalationslogik in der Ukraine

April
2022

Von der Offensive im Donbass, der drohenden Kriegserklärung und dem Untergang der „Moskau“: Verfangen in einer Eskalationsspirale, taumeln Russland und der Westen in die Katastrophe. Die „Moskau“ war das Flaggschiff und der Stolz der russischen Schwarzmeerflotte. Nun liegt der 1979 in Dienst (...)

Streifzüge, Jahrgang 2022

Situationselastische Selbstdefinitionen

Mai
2022

Im Norden Europas nützen die Regierungen gerade das temporäre Umschlagen der Stimmung, außenpolitisch einen neuen Kurs zu setzen. Putin hat geschafft, was sie selbst nicht bewerkstelligen hätten können. So schnell Schweden und Finnland nun in die NATO eilen, so schnell wird Österreich allerdings (...)

Streifzüge, Jahrgang 2022

Heldenliedspieler

Mai
2022

„Es muss zusammenwachsen, was zusammengehört“, sagt Kiews Botschafter in Österreich, Wassyl Chymynez: „Die Neutralität ist eindeutig keine Option für die Ukraine“. Freiheit heißt NATO. Zwar ist der Mann nicht ganz so schrill wie sein Kollege in Deutschland, doch die Deutlichkeit des „erfrischenden (...)

FORVM, Zur Zeitgeschichte der Zukunft

Je länger der Krieg andauert, desto wichtiger wird die Propaganda

Die „Wohlmeinenden“ auf dem Kriegspfad
Mai
2022

Preprint seines Editorials zur „Zwischenwelt“ Nr. l/22 Zeitschrift der Theodor Kramer Gesellschaft Erscheint Anfang Juni Der Vernichtungskrieg, den das Terrorregime der Russischen Föderation gegen die Republik Ukraine führt, die Vergewaltigungen, die Verwüstung und Plünderung von Wohnstätten, (...)

Streifzüge, Jahrgang 2022

Eine neue Krisenqualität

Juni
2022

Wieso es nach dem Ende des Krieges um die Ukraine keine stabile Nachkriegsordnung geben wird. Is this the big one? Ist dies der große Krach, der alles umwerfen wird, was sich an globalen Strukturen und Dynamiken seit dem Durchbruch des Neoliberalismus in den 80er-Jahren des 20. Jahrhunderts (...)

Streifzüge, Jahrgang 2022

Eine neue Epoche?!

Juli
2022

Von einer neuen Epoche schreibt und spricht die im Westen veröffentlichte Meinung, seit das russische Militär in die Ukraine einmarschiert ist. Dass hier ein Land überfallen wird, kann damit nicht wirklich gemeint sein. Das hat schließlich allein in den letzten dreißig Jahren die USA in Jugoslawien, (...)

Streifzüge, Jahrgang 2022

Schluss mit der Geopolitik!

Juli
2022

Der einzig vernünftige Schluss aus Krieg und Aufrüstung Vor 2 Monaten schrieb ich in der Notiz „Make Villages Not War“: Die Zeit der Weltmächte, die sich in überreichlichem Maß Gewaltmittel verschafft und deren Einsatz auch schon durchgeplant und vorbereitet haben, um auf einer finalen Stufe als (...)

Streifzüge, Jahrgang 2022

Wendepunkt in der Ukraine?

September
2022

Ein militärisches Desaster droht Russlands Armee in der Nordostukraine. Während die westliche Öffentlichkeit, sofern sie dem zur Normalität geronnenen Krieg in der Ukraine überhaupt noch folgt, vor allem die Offensive um die südukrainische Stadt Cherson wahrnahm, wurden im Nordosten bei einem raschen (...)

Streifzüge, Jahrgang 2022

Ukraine-Krieg, Propaganda und der geopolitische Abstieg des Westens

Einige Thesen aus wertkritischer Perspektive
September
2022

Propagandaschlacht und westlicher Bellizismus Alle Kriege haben eine Vorgeschichte, und es gibt für sie stets sowohl Anlässe als auch Ursachen. Alle rekonstruierbaren Ursachen und historischen Voraussetzungen, die zum Krieg führen, können aber niemals eine Rechtfertigung für einen solchen sein. Für (...)

Streifzüge, Jahrgang 2022

Diese Russen schneiden sich selbst zwei Finger ab …

… und können nun niemandem mehr die Hand geben
Oktober
2022

Erst besetzen sie das AKW Saporischschja in der Ukraine. Anschließend beschießen sie sich selbst. Dann wurde es immer dramatischer. In der Tagesschau vom 9.9.2022 wurden wir in Atem gehalten: „Anhaltender Beschuss, keine externe Stromversorgung mehr, kaum noch ausreichend Personal – im AKW (...)

Streifzüge, Jahrgang 2022

Erdogans imperialistische Eskalation

November
2022

Die Zeit scheint günstig für einen neuen Angriffskrieg des Nato-Partners Türkei. Den ungeklärten Bombenanschlag von Istanbul ausnutzend (hattp://www.bbc.com/news/world-europe-63615076), greift die türkische Luftwaffe seit Tagen die Rojava genannten kurdischen Selbstverwaltungsgebiete in Nordsyrien (...)

Streifzüge, Heft 87

Es geht voran. In die „letzten Tage der Menschheit“?

Mai
2023

„Der Westen – zugleich geeinter und weniger einflussreich als je zuvor“ Seit über einem Jahr rollt eine mediale Dampfwalze durch „den Westen“. Sie soll unsere Gedanken über den Krieg in der Ukraine auf die Parole einebnen, „dass wir vor allem dafür sorgen müssen, dass Putin besiegt wird. Das muss das (...)

Streifzüge, Heft 87

Realitätsverlust und Bellizismus

Juni
2023

In den vergangenen Monaten hat sich nicht nur der Verlauf des in der Ukraine tobenden Stellvertreterkrieges zwischen Russland und dem „kollektiven Westen“, wie abzusehen war, weiter zuungunsten der Ukraine und ihrer westlichen Verbündeten zugespitzt, sondern Hand in Hand damit auch der (...)

Streifzüge, Jahrgang 2024

Montagehöllen des Krieges

Januar
2024

Zumindest im Rückblick ist die militärische Konfrontation in der Ukraine eine nicht wirklich überraschende Folge des Zerfalls der „realsozialistischen“ Sowjetunion (1992) und ihrer Satelliten. Es war das Scheitern des Versuchs einer auf die Arbeiterklasse gestützten, von einer Parteielite (...)