Zeitschriften und Zeitungen

ak — analyse & kritik

ak — analyse & kritik, die Zeitung für linke Debatte und Praxis, informiert monatlich über den Klassenkampf von oben und unten (zwischen Hamburg und Haiti), das Treiben von Rechten und Rassisten — und die linke Gegenwehr. Sie bekämpft die Verharmloser des Nationalsozialismus, propagiert die internationale Solidarität und polemisiert gegen Anpasser und Sektierer. Ein Jahrgang ak ist ein Lexikon der Zeitgeschichte — aus radikal linker Sicht.

ak hat eine lange Geschichte. Ihr Vorläufer, der 1971 gegründete Arbeiterkampf, war 20 Jahre lang die zentrale Publikation des Kommunistischen Bundes (KB). Als der KB sich 1991 auflöste, blieb die Zeitung erhalten. Sie steht jenseits von Dogmatismus und Anpassung an den Zeitgeist.

Wir wollen aber nicht nur informieren und kommentieren, sondern auch eingreifen. Unsere kritische Solidarität gilt den sozialen Bewegungen und den Linken, die an dem Versuch der Gesellschaftsveränderung festhalten: sei es in antifaschistischen und antirasisstischen Gruppen, in der Anti-AKW-Bewegung, in Betrieben und Gewerkschaften oder in Erwerbslosen-Initiativen.

Die linke Debatte nimmt in ak breiten Raum ein. Wir bringen Beiträge aus marxistischer, feministischer, linksradikaler oder auch reformerischer Sicht.

Neueste Beiträge

Welche Sicherheit?

Hêlîn Dirik, 16. September 2026
Am vergangenen Wochenende jährte sich zum 46. Mal der Militärputsch in der Türkei von 1980. Unter General Kenan Evren hatte damals die Armee am 12. September das Kriegsrecht ausgerufen, die Verfassung außer Kraft gesetzt und binnen weniger Tage Hunderttausende verhaften lassen. Die (…)

»Vater war Müllmann, Mutter bei der Post«

Ilo Toerkell, 15. September 2026
Auf ihrem sechsten Album »Typologie eines Lebens« analysiert die Rapperin Ebow in 14 Songs Themen, die ihr Leben beeinflusst haben – vom kurdischen Widerstandskampf, über Queerness bis hin zu Klassenfragen. Im Interview spricht sie über ihr neues Album, Klasse im Deutschrap und die Ambivalenzen (…)

Dorf und Rat

Jacinta Nandi, 15. September 2026
Was bedeutet es, eine gute Mutter zu sein, in einer Welt, in der es kein Dorf mehr gibt? Man braucht ein Dorf, um ein Kind großzuziehen, das hört man oft. Wir Mütter brauchen alle Dörfer. Aber statt eines Dorfes hat man, haben wir, wir modernen Mütter: Rat im Internet, Redditgruppen, (…)

Strichliste

Frédéric Valin, 15. September 2026
In einem kleinen Dorf im Südwesten der Schwäbischen Alb steht ein Haus. Es steht in einem Tal, morgens leuchtet die Sonne auf die Kreidefelsen, während selbst im August noch der Nebel aus den Feldern entlang der Donau aufsteigt. Auf den Zinnen der Felsen stehen hier und da Burgen, die so tun, (…)

Gegen die »eigenen Reihen«

Hêlîn Dirik, 15. September 2026
Ein knapp überlebter Brandanschlag, extrem rechte Netzwerke, die sich bis in die Polizei und Justiz erstrecken, und ein System, das rassistische Gewalt nicht nur bagatellisiert, sondern aktiv verschleiert und Täter*innen schützt: All das verhandelt der breit rezipierte und mehrfach (…)

Von 1973 lernen

Eleonora Roldán Mendívil, 15. September 2026
In linken Kreisen hat man schon mal von dem Frauenstreik bei Pierburg in Neuss 1973 gehört – ein sinnbildlicher Kampf dieser Zeit, angeführt von migrantischen Arbeiterinnen. Ihre Forderung »eine Mark mehr« war nicht nur dort, sondern auch in anderen Streiks in diesem Jahr zu hören. Auch der (…)

Das Ende der Welt aussitzen

Nico Graack, 15. September 2026
Der Sommer 2026 hat unmissverständlich gezeigt: Wir leben in einer anderen Welt. Während in Nepal nach dem Gletscherabsturz und der darauffolgenden Sturzflut noch immer etliche Menschen in den Trümmern und Schlammmassen vermisst werden, gibt es in Deutschland zumindest größtenteils wieder (…)

Die kommunistische Vision wiederbeleben

Pajam Masoumi, 15. September 2026
Es ist leichter, sich das Ende der Welt vorzustellen als das Ende des Kapitalismus«, so lautet das wohl berühmteste Zitat des verstorbenen Kulturwissenschaftlers Mark Fisher. Die Filmemacher*innen Johanna Schellhagen von Labournet.tv und der AngryWorker Marco Müller haben dennoch einen Versuch (…)

Durch die Angstmauer

Arthur Grand, 15. September 2026
Eric jongliert mit dem Ball, macht sich klein und zieht elegant zu einem Fallrückzieher ab. »Tor!«, schreit eine Horde Jungen und stürmt auf den Kasten zu. Wir sind in Dänholm, einer kleinen Insel vor Stralsund in Mecklenburg-Vorpommern. Um ins Stadtzentrum zu gelangen, muss man etwas mehr als (…)

Kommunismus minus Utopie

Guido Speckmann, 15. September 2026
Sozialismus oder Barbarei: Dieser Slogan, von Rosa Luxemburg geprägt, erfreut sich auch heute noch in linken Kreisen einer gewissen Beliebtheit. Doch diese Alternative gibt es nicht mehr, argumentiert Kohei Saito in seinem neuen Buch »Am Ende des Fortschritts«. Die Barbarei in Gestalt des (…)
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