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Bereits in den 1980er und 90er Jahren hatte Lateinamerika die soziale Verelendung als Folge von Austeritätsprogrammen, Schocktherapien und Privatisierungen durchlebt. In den Ländern südlich der USA fanden in der Folge die ersten Auseinandersetzungen um das neoliberale Modell statt. Dort entstanden aber auch erste Ansätze für Alternativen. In den Nachrichten der Medienkonzerne erfährt man über diese Entwicklung wenig.

Vor diesem Hintergrund entstand im Sommer 2007 das Lateinamerika-Nachrichtenportal amerika21, das vom gemeinnützigen Verein Mondial21 e. V. getragen wird. Mit amerika21 haben wir ein Novum in der deutschsprachigen Presselandschaft geschaffen. Es soll dazu beitragen, den kommunikativen Austausch zwischen globalem Süden und Norden zu erleichtern, indem es die Informationskluft zu überwinden versucht. Deshalb werden im Internet Informationen aus Lateinamerika auf Deutsch und in professioneller Aufbereitung zur Verfügung gestellt – offen zugänglich und kostenlos.

Amerika21 ist dabei zu einer professionellen Online-Redaktion herangewachsen, die täglich mehrere Stunden Arbeitszeit in Anspruch nimmt und quer durch alle politischen Lager wahrgenommen wird. Amerika21 hat sich auch als ein Referenzmedium in der deutschsprachigen Lateinamerikaberichterstattung etabliert. Dies ist das Ergebnis des derzeit ausschließlich ehrenamtlichen Engagements unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – sei es in der Redaktion, beim Recherchieren und Verfassen von Artikeln oder beim Übersetzen.

Zunächst entstand amerika21 als Nachrichtenblog mit einigen Beiträgen pro Woche. Zu unserem vierten Geburtstag im Juli 2011 erscheinen zwischen drei und fünf Artikel täglich. Inzwischen greifen täglich über 1.000 Leserinnen und Leser auf die Seite (Zählweise: Piwik) zu und die Zahl steigt kontinuierlich.

Neueste Beiträge

Kommunale Strukturen helfen bei Krisen in Venezuela

15. Juli 2026
Caracas. Die Opferzahlen nach dem Doppelerdbeben vom 24. Juni in Venezuela sind nach offiziellen Angaben auf 4.561 Todesopfer und 16.740 Verletzte gestiegen. Etwas über 6.400 Personen seien demnach aus den Trümmern gerettet worden. Die Regierung hat 108 vorläufige Unterkünfte... weiter (…)

Karibikstaaten fordern Entschädigung für Sklavenhandel

15. Juli 2026
Castries/Bridgetown/London. Staats- und Regierungschefs der karibischen Staatengemeinschaft CARICOM haben sich auf Forderungen nach Entschädigungen für die Opfer des transatlantischen Sklavenhandels verständigt. Die Vereinbarungen erfolgten vergangene Woche auf dem 51. regulären... weiter (…)

Neue US-Sanktionen treffen Kubas Tourismus und Handel

15. Juli 2026
Sanktionen treffen strategisch wichtigen Hafen. Verschärfung hat "enorme soziale und menschliche Kosten". Grundlage ist Dekret von Trump vom 1. Mai Havanna. Die US-Regierung hat am Montag zehn kubanische Institutionen und Unternehmen auf die Sanktionsliste der (…)

ICE-Beamter in den USA erschießt Mann aus Kolumbien

14. Juli 2026
Wütende Proteste nach dem Vorfall. Mindestens elf Tote durch "Trumps Privatmiliz" seit Januar 2025 Augusta. Weniger als eine Woche nach einem tödlichen Schusswaffeneinsatz von US-Einwanderungsbeamten in Texas hat ein ICE-Beamter im nördlich gelegenen Bundesstaat Maine einen (…)

Kürzungen von Hilfsgeldern gefährden Frauen und Mädchen weltweit

14. Juli 2026
UN Women warnt vor wachsender Not. Mindestens eine Million verlieren Hilfe New York. Ein aktueller Bericht der UN Women von Juli 2026 zeigt, dass durch die Mittelkürzungen bei Hilfsgeldern mindestens eine Million Frauen und Mädchen den Zugang zu lebenswichtiger (…)

Rubio droht Kuba, Havanna treibt Reformen voran

14. Juli 2026
Havanna. US-Außenminister Marco Rubio hat Kuba erneut gedroht. Anlässlich des fünften Jahrestags der Proteste vom 11. Juli 2021 erklärte Rubio, die USA würden "weiterhin alle verfügbaren Mittel einsetzen", um "Sicherheitsbedrohungen durch das kubanische Regime" zu begegnen und... weiter (…)

Guatemalas Buchmesse: Deutschland, Rigoberta Menchú und 30 Jahre Friedensabkommen

13. Juli 2026
BRD ist Gastland. Deutsche Stiftungen bieten eigene Foren Guatemala-Stadt. Vom 7. bis zum 19. Juli findet in Guatemala-Stadt die 23. Internationale Buchmesse (Filgua) statt. Ehrengast der diesjährigen Messe ist die guatemaltekische Friedensnobelpreisträgerin Rigoberta (…)

Ökonom:innen fordern Freigabe von Venezuelas Vermögen im Ausland

13. Juli 2026
Die Zahl der Todesopfer steigt auf 4.490. Fachleute kritisieren US Sanktionen als humanitäres Hindernis Caracas. 113 Ökonom:innen und Akademiker:innen haben die US-Regierung und weitere Staaten in einem offenen Brief dazu aufgefordert, im Ausland eingefrorene venezolanische (…)

Garífuna in Honduras verteidigen ihre Territorien

13. Juli 2026
San Juan Tela. Mit einem Protestcamp wehren sich indigene Garífuna an der honduranischen Karibikküste gegen eine gewaltsame Räumung und gegen die Kriminalisierung von Mitgliedern der Organisation OFRANEH. Am 6. Juli marschierten über 200 Einsatzkräfte der honduranischen Polizei auf... weiter (…)

Venezuela: Rodríguez trifft israelische Militärdelegation

12. Juli 2026
Offizielle Gespräche sollen Israels Rolle bei der Erdbebenhilfe festlegen. Erste diplomatische Kontakte seit 2009. Massive Kritik an der Zusammenarbeit Caracas. Die geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez hat sich mit einer Delegation der israelischen Streitkräfte (…)